Wirecard-Skandal

Bafin prüft anscheinend strengere Überwachung der Deutschen Börse - Aktie fällt


Bafin prüft anscheinend strengere Überwachung der Deutschen Börse - Aktie fällt

Die Finanzaufsicht Bafin erwägt eine intensivere Kontrolle der Deutschen Börse und anderer Konzerne.

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Das berichtet das Handelsblatt unter Berufung auf ihm vorliegende Unterlagen der Bafin und des Finanzministeriums. Als Reaktion auf den Wirecard-Skandal habe die Finanzaufsicht 2020 damit begonnen, die Einstufung von Firmengruppen mit einer vergleichbaren Struktur wie Wirecard noch einmal unter die Lupe zu nehmen. Dabei gehe es um Konzerne, die Banktöchter haben, als Ganzes bisher aber nicht als Finanzholding gelten.

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Eines der betroffenen Unternehmen sei die Deutsche Börse, wie laut Handelsblatt aus einer internen E-Mail der Bafin hervorgeht. Sollte die Bafin den DAX-Konzern am Ende der Untersuchung als Finanzholding einstufen, könnte sie Deutschlands größten Börsenbetreiber strenger überwachen als bisher. Ein Sprecher der Deutschen Börse lehnte gegenüber Dow Jones Newswires eine Stellungnahme ab.

"Die Bafin nimmt (gemeinsam mit der Bundesbank) regelmäßig bei bestimmten Anlässen eine sehr intensive Prüfung der Finanzholding-Eigenschaft vor, die klaren Kriterien folgt", sagte ein Sprecher der Bafin zu Dow Jones Newswires. "Dies ist auch im Falle von Wirecard geschehen. Zunächst obliegt die Prüfung der Finanzholding-Eigenschaft aber den Instituten selbst bzw. den Wirtschaftsprüfern."

Das Bundesfinanzministerium erklärte in einer Antwort auf eine Anfrage der Grünen, die Bafin habe 2020 "in 16 Fällen die Prüfung der Finanzholdingeigenschaft des jeweiligen Konzerns eingeleitet", so das Handelsblatt. Drei Unternehmen habe die Bonner Behörde dabei bislang als Finanzholding eingestuft, vier Unternehmen nicht. "Neun Fälle befinden sich derzeit noch in der Prüfung."

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Wie das Finanzministerium gegenüber der Zeitung erklärte, gab es Anfang des Jahres 26 Firmengruppen, zu denen ein Kreditinstitut gehört, die als Ganzes jedoch nicht als Finanzholding im Sinne des Kreditwesengesetzes eingestuft sind. Der Grünen-Abgeordnete Danyal Bayaz findet das bedenklich: "Die Tatsache, dass es viele andere Firmenkonglomerate mit einer ähnlichen Struktur wie Wirecard gibt, die aktuell nicht umfassend beaufsichtigt werden, ist besorgniserregend."

Via XETRA verliert die Deutsche Börse-Aktie aktuell 1,07 Prtozent auf 134,40 Euro.

FRANKFURT (Dow Jones)

Bildquellen: Deutsche Börse

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06.07.26 Deutsche Börse Buy Deutsche Bank AG
06.07.26 Deutsche Börse Buy Jefferies & Company Inc.
15.06.26 Deutsche Börse Neutral Goldman Sachs Group Inc.
18.05.26 Deutsche Börse Buy Jefferies & Company Inc.
11.05.26 Deutsche Börse Sector Perform RBC Capital Markets