Wirtschaftsprüfer: Coronahilfen werden uns noch lange beschäftigen


STUTTGART/MÜNCHEN (dpa-AFX) - Experten großer Wirtschaftsprüfungsgesellschaften erwarten, dass Unternehmen noch länger mit den milliardenschweren Coronahilfen des Staates beschäftigt sein werden. "Die Hilfen werden mit einem Vorbehalt ausgezahlt", sagte Tobias Kreiter von EY (Ernst & Young) der Deutschen Presse-Agentur in Stuttgart. "Die Schlussabrechnung ist noch nicht einmal angelaufen." Ähnlich äußerte sich der Berater von Deloitte, Torsten Kempe.

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Wer einen monatlichen Umsatzeinbruch von über 30 Prozent hat, der nachweislich durch die Corona-Pandemie ausgelöst wurde, kann einen Antrag auf Hilfen stellen. Erstattet werden fixe Betriebskosten wie Mieten und Pachten oder Ausgaben für Strom und Versicherungen.

Berater Kempe sagte, die Frage bei der Schlussabrechnung werde sein, ob die Umsatzrückgänge tatsächlich coronabedingt seien. "Wenn beispielsweise Lieferketten wegen Corona unterbrochen sind und Unternehmen deshalb Umsatzeinbrüche verzeichnen, dann muss beurteilt werden, ob dieser Umsatzrückgang als coronabedingt einzustufen ist." Das könne noch Debatten auslösen, die möglicherweise juristisch geklärt werden müssten./cb/DP/stk

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