Lagarde: Höhere PEPP-Käufe werden langfristig sichtbar
Von Hans Bentzien
FRANKFURT (Dow Jones)--EZB-Präsidentin Christine Lagarde hat erneut auf die Schwankungsanfälligkeit der wöchentlichen Anleihekäufe im Rahmen des Pandemieprogramms PEPP hingewiesen. Vor ihrer Anhörung im Wirtschafts- und Währungsausschuss des Europaparlaments sagte Lagarde: "Die Daten zu unseren wöchentlichen Käufen werden weiterhin von kurzfristigen Faktoren verzerrt sein, zum Beispiel von unregelmäßigen Fälligkeiten, aber das höhere Tempo des Programms wird über längere Intervalle hinweg sichtbar werden."
Laut Lagarde wird die EZB die Käufe den Marktbedingungen anpassen, um eine Straffung der Finanzierungsbedingungen zu vermeiden, die dem Ziel zuwiderlaufen würde, dem Abwärtsdruck der Pandemie auf die Inflation entgegenzuwirken. In den Beratungen der vergangenen Woche habe der EZB-Rat die facettenreichen Finanzierungsbedingungen in einem "ganzheitlichen" Ansatz und im Lichte der Entwicklung des Inflationsausblicks seit Dezember geprüft. Ergebnis sei der Beschluss gewesen, die Käufe deutlich zu erhöhen.
Lagarde wiederholte die Kernaussagen des EZB-Rats zur Inflation: Diese könne kurzfristig weiter steigen und werde im Jahresverlauf aufgrund verschiedener Faktoren schwanken. Der unterliegende Inflationsdruck dürfte aber schwach bleiben, was auch für die langfristigen Inflationserwartungen gelte.
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March 18, 2021 04:27 ET (08:27 GMT)