Nach Flut und Hagel

Munich Re fordert Preiserhöhungen


Der weltgrößte Rückversicherer Munich Re ruft angesichts milliardenschwerer Flut- und Hagelschäden nach Preiserhöhungen in der Kfz- und Gebäudeversicherung.

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31,083.97 EUR -364.15 EUR -1.16 %

9,753.56 EUR -153.17 EUR -1.55 %

Der Rückversicherer Münchener Rück ruft angesichts der Milliardenschäden durch Flut und Hagel in Deutschland nach höheren Preisen in der Kfz- und Gebäudeversicherung. Von Januar bis Ende September hätten Naturkatastrophen in Europa versicherte Schäden von 8 Milliarden US-Dollar (5,8 Mrd Euro) angerichtet, sagte Munich-Re-Vorstand Ludger Arnoldussen am Montag bei einem Branchentreffen in Baden-Baden. Dies sei ein Drittel mehr als im Schnitt der vergangenen zehn Jahre. Den Löwenanteil machen Hochwasser- und Hagelschäden in Deutschland aus. "Das ist kein gutes Jahr für die Versicherungsbranche", resümierte Arnoldussen.

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Von den Schäden entfallen laut Munich Re alleine 2,5 Milliarden Euro auf das Hagelunwetter, das Ende Juli in Deutschland gewütet hatte. Die Schätzung liegt damit um eine Milliarde höher als noch vor einigen Wochen. Der kleinere Konkurrent Hannover Rück hatte seine Prognose bereits vergangene Woche angepasst. Bei dem Hagelsturm hatten golfballgroße Hagelkörner Autos zerbeult und Gebäudedächer beschädigt. Hinzu kamen weitere Hagelschläge im Juni und August, die nicht ganz so heftig ausfielen.

Die Kosten für die großen deutschen Rückversicherer halten sich dabei allerdings in Grenzen: Die Hannover Rück erwartet von dem Juli-Hagel eine Belastung von 64 Millionen Euro, die Munich Re geht von 180 Millionen Euro aus. Zum Vergleich: Europas größter Erstversicherer Allianz erwartet nach bisherigen Angaben 200 Millionen Euro Schaden, bei Talanx (HDI, HDI-Gerling) kommen einschließlich der Konzerntochter Hannover Rück 130 Millionen Euro zusammen.

Die Munich Re will die teuren Katastrophen bei der Neuverhandlung der Verträge mit Erstversicherern und Großkunden dennoch in höhere Prämien ummünzen. Der Trend dürfte auch auf die Kunden von Kfz- und Gebäudeversicherern durchschlagen. Die Munich Re schätzt, dass die Flut in Europa einen volkswirtschaftlichen Schaden von 12 Milliarden Euro angerichtet hat. Der versicherte Schaden soll Branchenschätzungen zufolge bei 2,5 Milliarden Euro liegen, davon 1,8 Milliarden in Deutschland.

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Mit steigenden Rückversicherungsprämien würde der deutsche Markt aus dem weltweiten Trend herausstechen. Ein Überangebot hält die Rückversicherungsprämien seit längerem unter Druck. Bei der Vertragserneuerung in der Schaden- und Unfall-Rückversicherung zum kommenden Jahreswechsel erwartet Arnoldussen für das weltweite Munich-Re-Geschäft lediglich "weitgehend stabile Preise"./stw/fbr

BADEN-BADEN (dpa-AFX)

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04.09.26 Münchener Rückversicherungs-Gesellschaft Sector Perform RBC Capital Markets
04.09.26 Münchener Rückversicherungs-Gesellschaft Overweight Barclays Capital
19.08.26 Münchener Rückversicherungs-Gesellschaft Hold Jefferies & Company Inc.

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