Erdgas-Anteil an Stromerzeugung im Mai gestiegen


BERLIN/FREIBURG (dpa-AFX) - Der Anteil von Erdgas an der Stromerzeugung in Deutschland ist im Mai trotz hoher Gaspreise leicht gestiegen. So wurden im Mai 10,3 Prozent des erzeugten Stroms aus Erdgas gewonnen, wie am Freitag aus Daten des Fraunhofer-Instituts für Solare Energiesysteme (ISE) hervorging. Im April lag der Anteil noch bei 8,2 Prozent (März: 11,5 Prozent, Februar: 8,0, Januar: 11,7). Auch absolut legte die aus Erdgas erzeugte Strommenge zu: Von 3362 Gigawattstunden im April auf 4031 Gigawattstunden im Mai.

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Ein Vergleich mit Mai 2021 zeige, dass die zum Jahreswechsel weggefallenen drei Atomkraftwerke ausgeglichen werden müssten und dadurch wieder mehr Kohle und Erdgas verstromt werde, erklärte der Branchenverband Zukunft Gas am Freitag anlässlich der Zahlen. "Was wir schon länger sagen, wird hier deutlich: Beim Ausstieg aus Atom und Kohle braucht es mehr Gaskraftwerke", so ein Sprecher.

Trotz der hohen Gaspreise werde noch relativ viel Gas verstromt. Als Grund gab er an: "Die Alternativen werden knapp." Seit April gebe es keine Kohle-Importe mehr aus Russland. "Das lässt auch hier die Preise steigen." Hinzu komme, dass es auch technische Probleme gab, die richtige Steinkohlemischung zu bekommen. "So blieb dann nur noch der Rückgriff auf Gaskraftwerke."

/tob/DP/nas

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