IEA sieht keine Zeitenwende am Ölmarkt
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PARIS (dpa-AFX) - Die Internationale Energieagentur IEA geht nicht von einer Zeitenwende am Rohölmarkt mit drastisch steigenden Preisen aus. Sie tritt damit Erwartungen einiger einflussreichen US-Banken entgegen, die unlängst von einem neuen "Superzyklus" gesprochen hatten. Im Gegensatz zu den Bankanalysten etwa von Goldman Sachs sieht die IEA ein ausreichendes Angebot an Erdöl, das starken Preisanstiegen entgegenstehe.
Die verfügbaren Daten und Analysen deuteten nicht auf einen neuen Superzyklus hin, heißt es in dem am Mittwoch veröffentlichten Monatsbericht der IEA. Sowohl in den Öllagerstätten als auch unter der Erde gebe es ausreichend Rohöl, um die globalen Ölmarkt hinreichend zu versorgen. Zudem verweist die IEA auf freie Förderkapazitäten des Ölverbunds Opec+, die rasch reaktiviert werden könnten.
Die derzeitige Förderpolitik der Opec+ war ein Auslöser für die Prognosen eines neuen Superzyklus. Der Erdölverbund, dem neben den Opec-Staaten um Saudi-Arabien weitere Förderländer wie Russland angehören, begrenzt seit längerem die Produktion. Dies soll die schwächere Nachfrage infolge der Corona-Krise ausgleichen und die Preise stabilisieren./bgf/jha/
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