MÄRKTE USA/Sinkender Ölpreis dürfte Börsen stützen
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NEW YORK (Dow Jones)--Kräftig gesunkene Ölpreise dürften den US-Börsen am Dienstag zu einer Erholung verhelfen, auch wenn Pandemieängste, der Ukraine-Krieg und die anstehende Zinsentscheidung der Federal Reserve die Anleger an der Wall Street voraussichtlich vorsichtig agieren lassen. Die Futures auf die großen US-Aktienindizes tendieren vorbörslich freundlich. Allerdings haben die US-Börsen am Montag schon deutlich nachgegeben, so dass einiges an schlechten Nachrichten eingepreist sein dürfte.
Die rasant steigende Zahl der Corona-Fallzahlen in China, neue Lockdowns in zahlreichen chinesischen Städten und pandemiebedingte Werksschließungen wecken Befürchtungen, dass sich die Lieferkettenprobleme wieder verschärfen könnten. China steht aber auch im Zusammenhang mit dem Ukraine-Krieg im Blick. Moskau hat nach Aussagen von US-Vertretern Peking um militärische Ausrüstung gebeten, um die Sanktionen des Westens zu umgehen. Gespräche dazu zwischen Vertretern der USA und Chinas am Montag in der italienischen Hauptstadt Rom sind nach US-Angaben ergebnislos zu Ende gegangen. Die USA haben allerdings auch China Sanktionen angedroht, sollte es Russland unterstützen. Russland setzt derweil seine Angriffe auf ukrainische Ziele unvermindert fort.
Unter den Konjunkturdaten des Tages enttäuscht der Empire State Manufacturing Index für März mit einem Rückgang auf minus 11,8 von plus 3,1 im Vormonat. Volkswirte hatten den Index bei plus 5,5 gesehen. Die Erzeugerpreise stiegen im Februar etwas weniger stark als erwartet. Ob die Daten allerdings viel Beachtung finden werden, scheint fraglich, zumal am Dienstag die zweitägigen Beratungen der US-Notenbank beginnen, deren Ergebnis am Mittwoch veröffentlicht wird. Beobachter rechnen mehrheitlich mit einer Zinserhöhung um 25 Basispunkte.
Ölpreise weiter auf Talfahrt
Erneut deutlich abwärts geht es mit den Preisen am Ölmarkt. Sowohl WTI als auch Brent sind erstmals seit einigen Wochen wieder unter die Marke von 100 Dollar je Barrel gerutscht. Händler verweisen auf Spekulationen über eine sinkende Nachfrage aus China infolge der dortigen Corona-Pandemie. Auch das Atomabkommen mit dem Iran sei trotz des jüngsten Raketenangriffs auf den Irak noch nicht gescheitert. Damit könnte weiteres Öl auf den Markt kommen. Dazu gesellen sich Berichte, auch aus Venezuela könnte zusätzliches Erdöl an den Markt gelangen - US-Sanktionen könnten fallen. US-Regierungsbeamte bestätigten entsprechende Gespräche.
Der als sicherer Hafen geltende Dollar gibt mit dem zaghaften Optimismus in Bezug auf die Gespräche zwischen der Ukraine und Russland nach. Für den Dollar-Index geht es um 0,3 Prozent nach unten. Die Stimmung bleibt jedoch fragil und der Dollar könnte vor der Sitzung der Federal Reserve am Mittwoch selektiv an Stärke gewinnen, heißt es von der ING. "Die militärischen Aktionen der russischen Armee in der Ukraine haben keine Anzeichen einer Deeskalation gezeigt, aber die Märkte sehen die Intensivierung der Gespräche mit Wohlwollen", so die Experten.
Gold, das Anfang des Monats noch über 2.000 Dollar je Feinunze notierte, gibt erneut nach. Anleger trennen sich in Erwartung der Fed-Zinserhöhung von dem zinslos gehaltenen Edelmetall.
Anleihen verzeichnen derweil wieder etwas Zulauf. Nach dem jüngst deutlichen Anstieg kommen die Renditen etwas zurück. Jim Reid von der Deutschen Bank sieht den Anleihemarkt in einer merkwürdigen Situation. Die in den vergangenen Wochen stark gestiegenen Energiepreise signalisierten das Risiko einer Rezession, was die Anleger zur Flucht in den Anleihemarkt veranlasse. Auf der anderen seien in den zurückliegenden Tagen die Renditen kräftig gestiegen, als sich die Preise für Öl und Gas von ihren Hochs nach unten zu entfernen begannen, weil nun Zinserhöhungen am Markt wieder als wahrscheinlicher angesehen würden.
Optimistische Ausblicke geben den Aktien von Fluggesellschaften im vorbörslichen Handel Auftrieb. United Airlines (+6,1%), Southwest Airlines (+4,2%) und Delta Air Lines (+6,8%) rechnen allesamt mit steigenden Umsätzen im Zuge des sich erholenden Passagieraufkommens.
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US-Anleihen
Laufzeit Rendite Bp zu VT Rendite VT +/-Bp YTD
2 Jahre 1,81 -5,7 1,86 107,6
5 Jahre 2,05 -4,5 2,09 78,7
7 Jahre 2,11 -4,1 2,15 67,2
10 Jahre 2,11 -3,5 2,14 59,7
30 Jahre 2,46 -1,8 2,48 55,9
DEVISEN zuletzt +/- % Di,8:51h Mo, 17:45 Uhr % YTD
EUR/USD 1,1004 +0,6% 1,0979 1,0984 -3,2%
EUR/JPY 129,69 +0,3% 129,90 129,57 -0,9%
EUR/CHF 1,0328 +0,7% 1,0326 1,0282 -0,5%
EUR/GBP 0,8416 +0,1% 0,8446 0,8416 +0,2%
USD/JPY 117,91 -0,3% 117,97 117,96 +2,4%
GBP/USD 1,3073 +0,5% 1,3035 1,3053 -3,4%
USD/CNH (Offshore) 6,4070 +0,2% 6,3958 6,3861 +0,8%
Bitcoin
BTC/USD 38.829,68 -1,3% 38.782,31 38.979,29 -16,0%
ROHÖL zuletzt VT-Settl. +/- % +/- USD % YTD
WTI/Nymex 96,64 103,01 -6,2% -6,37 +29,8%
Brent/ICE 100,36 106,90 -6,1% -6,54 +30,2%
METALLE zuletzt Vortag +/- % +/- USD % YTD
Gold (Spot) 1.921,86 1.953,79 -1,6% -31,93 +5,1%
Silber (Spot) 24,72 25,11 -1,6% -0,39 +6,1%
Platin (Spot) 1.012,50 1.037,86 -2,4% -25,36 +4,3%
Kupfer-Future 4,46 4,51 -1,2% -0,05 -0,1%
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Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com
DJG/DJN/cln/flf
(END) Dow Jones Newswires
March 15, 2022 09:00 ET (13:00 GMT)
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