Produktionsstopp in Katar

Nahost-Eskalation treibt Gaspreise: Europa zahlt fast 50 Prozent mehr


Nahost-Eskalation treibt Gaspreise: Europa zahlt fast 50 Prozent mehr

Ein Produktionsstillstand für Flüssigerdgas in Katar hat den europäischen Gaspreis am Montagmittag weiter in die Höhe getrieben.

Bereits am Morgen hatte die Furcht vor Versorgungsengpässen wegen des Iran-Krieges und der Einschränkung des Schiffverkehrs in der Straße von Hormus, einem Nadelöhr für Öl- und Gastransporte, die Gasnotieren nach oben schnellen lassen. Wie die staatliche katarische Nachrichtenagentur Qatar News Agency nun am späten Mittag auf X mitteilte, wurde die Produktion von Flüssigerdgas und verwandten Produkten aufgrund eines Angriffs auf die Anlagen von QatarEnergy in der Industriezone Ras Laffan und im Industriegebiet Mesaieed eingestellt.

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An der Börse in Amsterdam zog daraufhin der Preis für den richtungweisenden Erdgas-Terminkontrakt TTF zur Lieferung im Mai auf zuletzt 45,32 Euro je Megawattstunde (MWh) an. Das sind etwa 44 Prozent mehr als am Freitag. Eigentlich sollte Katar ab 2026 reichlich Erdgas nach Deutschland liefern, auch wenn es hierbei zuletzt einige Unstimmigkeiten gab. Aktuell sind die deutschen Gasspeicher nach dem kalten Winter deutlich weniger gefüllt als vor einem Jahr.

/mis/stk

AMSTERDAM (dpa-AFX)

Bildquellen: marketlan / Shutterstock.com, Gokhan Y / shutterstock.com

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