Starke Russland-Abhängigkeit: Nickel-Engpass sorgt bei Verkehrswende für Verzögerungen
Deutschland ist bei der Versorgung mit dem auch für die Verkehrswende wichtigen Metall Nickel stark von Importen aus Russland abhängig.
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Die Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) in Hannover rät Unternehmen daher dazu, sich beim Bezug von Nickel nicht auf eine einzige Quelle zu verlassen.
"Die Störung von Lieferketten im Zuge der Corona-Pandemie sowie drohende Sanktionen auf russische Metallexporte aufgrund des Krieges in der Ukraine zeigen nachdrücklich, wie wichtig ein möglichst hoher Grad der Diversifizierung des Rohstoffbezugs ist", sagte Michael Szurlies von der BGR. Dafür komme etwa eine Beteiligung an internationalen Bergbauprojekten oder an der Weiterverarbeitung in Betracht.
Deutschland war laut BGR im vergangenen Jahr der weltweit viertgrößte Nickelverbraucher und der drittgrößte Importeur von Nickelmetall. Fast die Hälfte der Einfuhren stammte demnach von den Standorten eines einzigen Unternehmens in Russland und Finnland.
Die bisher wichtigsten Anwendungen für Nickelmetall sind den Experten zufolge nichtrostende Stähle und Nickellegierungen, die etwa im Maschinenbau, in der Chemieindustrie sowie in der Luft- und Raumfahrt verwendet werden. Für die Verkehrswende sei eine sichere Versorgung mit Nickel vor allem deshalb essenziell, weil es auch für die Herstellung von Batterien für E-Autos verwendet wird. Die Bundesanstalt rechnet dabei mit einem deutlichen Anstieg der Nachfrage nach Nickel, während das Angebot zuletzt rückläufig war.
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HANNOVER (dpa-AFX)
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