Christian Scheid-Kolumne

Beinahe ungebremster Höhenflug


Beinahe ungebremster Höhenflug | finanzen.net

Mit einem Plus von knapp 116 Prozent ist Rheinmetall 2024 die zweitbeste DAX-Aktie hinter Siemens Energy.

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Damit setzten die Papiere ihren Höhenflug vom Vorjahr mit beschleunigter Dynamik fort - 2023 holte sich der Titel mit knapp 54,3 Prozent Zuwachs die Krone im DAX. Der Capital Markets Day in Rom kam bei Anlegern gut an. Demnach will der Rüstungskonzern den Umsatz in den kommenden drei Jahren in etwa verdoppeln und dabei auch die Profitabilität deutlich verbessern. Die operative Ergebnismarge soll 2027 bei rund 18 Prozent liegen, stellte die scheidende Finanzchefin Dagmar Steinert in Aussicht.

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Das Umsatzwachstum der vergangenen Jahre soll anhalten: In drei Jahren rechnet der Rüstungs- und Autozulieferer mit einem Konzernerlös von rund 20 Mrd. Euro. Damit hat der Konzern seine bisherigen Mittelfristziele aktualisiert. Bisher wurde ein Umsatz von 13 Mrd. bis 14 Mrd. Euro und eine operative Marge mit mehr als 15 Prozent bis 2026 angegeben.

Angesichts der Fortschritte bei der Rendite in diesem Jahr und der anhaltend hohen Nachfrage nach Wehrtechnik hatten Investoren bereits erwartet, dass die neuen Ziele für 2027 teils deutlich über den bisherigen liegen dürften. Es verwundert dennoch nicht, dass Analysten nach dem Capital Markets Day reihenweise ihre Kursziele anhoben. Während das mittlere Ziel bei rund 686 Euro liegt, sieht die DZ BANK sogar Potenzial bis 820 Euro. Damit hoben die Experten ihr altes Kursziel, 657 Euro, merklich an. Ihnen zufolge ist Rheinmetall einer der am schnellsten wachsenden und profitabelsten Rüstungshersteller. Die Bewertung spiegele die hervorragende Marktpositionierung und die zu erwartende starke Entwicklung allerdings nicht wider. Da jedoch das 2025er-KGV mit rund 20,5 nicht mehr als moderat bezeichnet werden kann, wird die Aktie natürlich immer anfälliger für Unwägbarkeiten, die vor allem von politischer Seite kommen könnten. Daher würden wir nur mit Teilschutz in Rheinmetall investieren.

Christian Scheid ist seit rund 18 Jahren als Wirtschafts- und Finanzjournalist tätig, davon seit circa zehn Jahren als freier Autor. Aktuell schreibt er für mehrere deutschsprachige Fachmagazine und -zeitungen in den Bereichen Aktien und Derivate, darunter Börse Online, Capital, Euro am Sonntag und Zertifikate // Austria. Per 1. Juli 2014 kehrte er zum ZertifikateJournal zurück, wo er bis Ende 2009 schon einmal tätig war und die damalige Österreich-Ausgabe des ZJ verantwortete.

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