Christian Scheid-Kolumne

Gamestop: Neues Geschäftsmodell


Gamestop: Neues Geschäftsmodell | finanzen.net

Der Vorstand von Gamestop hat grünes Licht für eine Änderung der Investitionspolitik gegeben.

Werte in diesem Artikel
Aktien

19.51 EUR -0.47 EUR -2.35 %

Zukünftig soll Bitcoin als Reserve-Asset in die Bilanz des Videospielhändlers aufgenommen werden. Damit reiht sich Gamestop in die wachsende Liste von Unternehmen ein, die auf die Kryptowährung setzen, um ihre Finanzreserven zu diversifizieren.

Werbung

Angesichts dieser Neuigkeiten rückten die neuesten Quartalszahlen, die für das vierte Quartal einen Umsatzeinbruch von 28 Prozent auf 1,28 Mrd. Dollar zeigen, in den Hintergrund. Immerhin: Unter dem Strich stieg der Gewinn unter anderem dank Kostensenkungen von 63,1 Mio. auf 131,3 Mio. Dollar und schlug damit die Erwartungen der Analysten.

Wie viel Geld Gamestop in die Hand nehmen wird, um Bitcoin zu kaufen, ist noch nicht bekannt. Fest steht jedoch, dass das Unternehmen rund 4,7 Mrd. Dollar an liquiden Mitteln auf der hohen Kante liegen hat. Zudem plant das Management die Emission von wandelbaren Vorzugsanleihen im Wert von 1,3 Mrd. Dollar. Diese Wertpapiere haben keinen Kupon, werden 2030 und können später in Aktien umgewandelt werden. Damit kopiert Gamestop quasi das Geschäftsmodell von Strategy (früher Microstrategy).

Keine Frage: Mit dem Einstieg ins Krypto-Geschäft hat sich Gamestop wieder ins Gespräch gebracht. Da der Börsenwert des Konzerns mit 10,1 Mrd. Dollar jedoch deutlich über dem Cashbestand liegt, ist es sinnvoller, in einen Discounter von Vontobel zu investieren. Das Papier mit Cap bei 20 Dollar, also 1,43 Dollar unterhalb des aktuellen Kurses, eröffnet schon im Juni 2025 die Chance auf 10,9 Prozent Ertrag (ISIN DE000VC2L6M3).

Werbung

Christian Scheid ist seit rund 18 Jahren als Wirtschafts- und Finanzjournalist tätig, davon seit circa zehn Jahren als freier Autor. Aktuell schreibt er für mehrere deutschsprachige Fachmagazine und -zeitungen in den Bereichen Aktien und Derivate, darunter Börse Online, Capital, Euro am Sonntag und Zertifikate // Austria. Per 1. Juli 2014 kehrte er zum ZertifikateJournal zurück, wo er bis Ende 2009 schon einmal tätig war und die damalige Österreich-Ausgabe des ZJ verantwortete.


Der obige Text spiegelt die Meinung des jeweiligen Kolumnisten wider. Die finanzen.net GmbH übernimmt für dessen Richtigkeit keine Verantwortung und schließt jegliche Regressansprüche aus.

Information


Die Handels- und Depotfunktionen in diesem Broker Cockpit werden für Finanzinstrumente von der Finanzen.net Zero GmbH als vertraglich gebundener Vermittler der DonauCapital Wertpapier GmbH (§ 3 Abs. 2 WpIG) bereitgestellt; bei Kryptowerten werden die Handels- und Depotfunktionen in diesem Broker Cockpit ausschließlich von der DonauCapital Wertpapier GmbH bereitgestellt. Die Finanzen.net GmbH stellt ausschließlich den technischen Rahmen bereit und ist in die Wertpapier- und Kryptodienstleistung nicht einbezogen.