Christian Scheid-Kolumne

Unsicherheiten wachsen


Unsicherheiten wachsen | finanzen.net

Der Volkswagen-Konzern hat die finanziellen Folgen der Chipkrise 2021 in Grenzen halten können und deutlich mehr verdient.

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Unterm Strich stieg der Gewinn von Europas größtem Autobauer auf Basis vorläufiger Zahlen gegenüber 2020 um fast 75 Prozent auf 15,4 Mrd. Euro. Damit hat Volkswagen erfolgreich den gravierenden Schwierigkeiten im Zuge des Halbleitermangels getrotzt. Der Umsatz legte um 12,3 Prozent auf 250,2 Mrd. Euro zu. Allerdings machten sich die Engpässe bei den Auslieferungen bemerkbar: Die Zahl der konzern- und weltweit an die Kunden übergebenen Fahrzeuge rutschte um 4,5 Prozent auf knapp 8,9 Mio. ab. Die Knappheit dürfte noch eine Weile anhalten. Auch in den ersten beiden Monaten des laufenden Jahres gingen die Auslieferungen zurück, und zwar um ein Sechstel auf 1,24 Mio. Fahrzeuge. Vorstandschef Herbert Diess zeigte sich über die möglichen Folgen des Ukraine-Kriegs auf Energiepreise und Lieferketten besorgt. Und nun kommt auch noch China dazu: Wegen eines Corona-Lockdowns in der nordostchinesischen Metropole Changchun haben die Wolfsburger vorübergehend die Produktion in drei ihrer Werke gestoppt. Die Corona-Infektionszahlen im Reich der Mitte sind stark auf dem Vormarsch. Sollten die Lockdown-Maßnahmen ausgeweitet werden müssen, könnte auch der Autoabsatz in China unter Druck kommen. Ein weiteres großes Fragezeichen steht hinter den Plänen zum Börsengang der Sportwagentochter Porsche. Doch der Konzern will diese trotz der Verwerfungen an den Finanzmärkten wie geplant weiter vorantreiben. "Wir haben die Vorbereitungen nicht angehalten. Im Gegenteil: Sie laufen wie geplant weiter", sagte VW-Finanz¬chef Arno Antlitz. Nach Möglichkeit will VW den Megabörsengang noch in diesem Jahr durchziehen und hatte dafür das vierte Quartal angepeilt. "Wir sind zuversichtlich, dass wir dieses Fenster noch erreichen", sagte Antlitz. Alles in allem scheint wegen der aktuellen Unsicherheiten nicht mehr als eine Seitwärtsbewegung bei der Volkswagen-Aktie drin zu sein. Anleger sollten also auf Teilschutz setzen, etwa mit einem Bonus Cap von Vontobel (ISIN DE000VX8RX23).

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Wolfgang Raum ist seit Mitte 2005 Chefredakteur des ZertifikateJournal Deutschland. Insgesamt kann Raum auf mehr als 15 Jahre Berufserfahrung im Kapitalmarkt-Journalismus verweisen. Unter anderem war der 41-Jährige mehr als fünf Jahre für das Anlegermagazin CAPITAL Depesche verantwortlich. Neben seiner wöchentlichen Kolumne in der "Euro am Sonntag" ist er regelmäßig als Experte in TV-Shows zu Gast, beispielsweise bei Bloomberg.TV und der 3satBörse. Der obige Text spiegelt die Meinung des jeweiligen Kolumnisten wider. Die finanzen.net GmbH übernimmt für dessen Richtigkeit keine Verantwortung und schließt jegliche Regressansprüche aus.

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