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Aufwärtstrend weit fortgeschritten?


Aufwärtstrend weit fortgeschritten? | finanzen.net

Während es Ende Juli bzw. Anfang August noch steil nach oben ging, hat die Dynamik beim DAX mittlerweile stark nachgelassen.

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So lassen die Nachrichten seitens der Quartalszahlensaison allmählich nach, die in der Summe klar überzeugen konnte. Allerdings gilt es, das außergewöhnlich hohe US-Gewinnwachstum von bemerkenswerten 45 Prozent etwas detaillierter zu betrachten. Rechnet man die Gewinne aus Beteiligungen großer Technologiekonzerne an KI-Unternehmen heraus, reduziert sich das US-Gewinnwachstum auf nur noch 26 Prozent. Dies ist zwar immer noch beachtlich, verdeutlicht aber auch die Gefahr, sollten diese Beteiligungen einmal an Wert abgeben. Im Hinblick auf die nach wie vor extrem hohen Bewertungen ist dies nicht ganz unwahrscheinlich und könnte aufgrund der Beteiligungen dann auch weitere Kreise ziehen.

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Was macht die US-Notenbank?

Unterstützt wurde der Anstieg in der vergangenen Woche, als der S&P 500 ein neues Allzeithoch erklimmen konnte, vom nachlassenden Druck auf die US-Notenbank hinsichtlich weiterer Zinsanhebungen. Während einerseits Zeichen einer Abkühlung der US-Konjunktur erkennbar sind, gab es zudem Entspannung von der US-Inflation. Hier lag vor allem die Kernrate (ohne Energie und Lebensmittel) mit 2,5 Prozent auf einem überraschend niedrigen Niveau. Unter den Anlegern nimmt seitdem der Anteil derer zu, die auch im September mit keiner Zinsänderung in den USA rechnen. Ein Zinsschritt nach oben wird mittlerweile erst für Dezember erwartet. Sollte sich auch dieses Szenario weiter ins kommende Jahr verschieben, könnte es einen positiven Impuls für den Aktienmarkt geben. Klettert die Inflation allerdings doch wieder unerwartet nach oben, dürfte dies den Optimisten am Aktienmarkt einen entsprechenden Dämpfer verpassen. Hierbei bleibt das Geschehen im Nahen Osten spannend, da ein steigender Ölpreis die Inflation wieder anspringen lassen würde.

Vor dem Hintergrund des saisonal schlechten Abschnitts im August und September bietet es sich daher an, das Risiko im Auge zu behalten. Nach dem freundlichen Start in den August könnte der weitere Verlauf durchaus noch einen Rücksetzer hervorbringen. Auf der anderen Seite könnte eine Korrektur auch ein mittelfristig interessantes Einstiegsniveau mit sich bringen. Schließlich läuft der aktuelle Aufwärtstrend bereits seit Ende 2022 und kann daher als fortgeschritten betrachtet werden.

Stephan Feuerstein

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Stephan Feuerstein ist Chefredakteur des Börsenbriefes Hebelzertifikate-Trader. Bereits seit Anfang der 90er Jahre beschäftigt er sich mit dem Thema Börse, speziell der Technischen Analyse. Infos: www.hebelzertifikate-trader.de Der obige Text spiegelt die Meinung des jeweiligen Kolumnisten wider. Die finanzen.net GmbH übernimmt für dessen Richtigkeit keine Verantwortung und schließt jegliche Regressansprüche aus.

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