Vermögensverwalter-Kolumne

Jahresende: Schöne Bescherung


Jahresende: Schöne Bescherung | finanzen.net

Voller positiver Erwartung ist der Markt in den letzten Börsenmonat des Jahres gestartet.

Werte in diesem Artikel
Indizes

25,578.85 EUR 3.84 EUR 0.02 %

Von Dr. Marc-Oliver Lux von Dr. Lux & Präuner GmbH & Co. KG in München

Schließlich hatte Mario Draghi, der europäische Notenbankchef, in den letzten Wochen immer wieder betont, die Stimuli der EZB weiter zu forcieren. Dass Draghi mit Worten Märkte bewegen kann, hat er mehrfach bewiesen. Am markantesten war das immer am Devisenmarkt zu beobachten. Und so verlor in logischer Konsequenz der Euro gegenüber dem US-Dollar auch in den letzten Wochen fast zehn Cent, auf Tiefstände knapp über 1,05. Umgekehrt schien die Zündung der zweiten Stufe der Jahresendrallye am Aktienmarkt nur eine Frage der Zeit.

Werbung

Doch es kam, wie so oft, anders als gedacht. Draghi lieferte aus Sicht der Marktteilnehmer nur halbherzig. Insbesondere, dass der Zins für Bankeinlagen nicht noch tiefer ins Negative getrieben wurde, enttäuschte die Marktbeobachter. Die Auswirkung war so, wie wenn jemand den Stecker zieht: Vom Tageshoch am Mittag stürzte der deutsche Aktienindex DAX bis Handelsschluss 650 Punkte bzw. 5,7 Prozent ab. Der Euro-Dollar-Wechselkurs schoss hingegen nach oben auf fast 1,10. Kleiner Trost für alle New-York-Weihnachtsshopper: Die Einkäufe werden wieder etwas billiger.

Draghi hat den Markt ausgestoppt. Jahresendrallye perdu. Denn schon in den kommenden Tagen steht die nächste Belastungsprobe an: Die US-Notenbank FED wird Mitte Dezember den ersten Zinsschritt nach oben vornehmen. Mal sehen, ob sie wenigstens die Erwartungen der Märkte erfüllt.

Dieser Dezember ist nicht nur jahreszeitenmäßig zu warm; an der Börse ist er dieses Jahr richtig heiß. Und auch im neuen Jahr 2016 wird man sich auf so manche Börsianer-Hitzewallung einstellen müssen, denn noch nie ist die Zentralbankpolitik zwischen Europa und USA so stark auseinandergelaufen: Während in USA die Zinswende eingeleitet wird, lockert die EZB sogar noch weiter.

Werbung

Diese Divergenz spricht für schwankungsträchtige Märkte - aber darum kümmern wir uns erst nach der "staden Zeit". Schöne Weihnachten und eine hoffentlich bessere Bescherung!

Immer mehr Privatanleger in Deutschland vertrauen bei ihrer Geldanlage auf bankenunabhängige Vermögensverwalter. Frei von Produkt- und Verkaufsinteressen können sie ihre Mandanten bestmöglich beraten. Mehr Informationen finden Sie unter www.vermoegensprofis.de.

Der obige Text spiegelt die Meinung des jeweiligen Kolumnisten wider. Die finanzen.net GmbH übernimmt für dessen Richtigkeit keine Verantwortung und schließt jegliche Regressansprüche aus.

Bildquellen: Lightspring / Shutterstock.com

Information


Die Handels- und Depotfunktionen in diesem Broker Cockpit werden für Finanzinstrumente von der Finanzen.net Zero GmbH als vertraglich gebundener Vermittler der DonauCapital Wertpapier GmbH (§ 3 Abs. 2 WpIG) bereitgestellt; bei Kryptowerten werden die Handels- und Depotfunktionen in diesem Broker Cockpit ausschließlich von der DonauCapital Wertpapier GmbH bereitgestellt. Die Finanzen.net GmbH stellt ausschließlich den technischen Rahmen bereit und ist in die Wertpapier- und Kryptodienstleistung nicht einbezogen.