AKTIE IM FOKUS: Enttäuschender Ausblick von SAF-Holland beendet Kurserholung


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FRANKFURT (dpa-AFX) - Ein trüber Ausblick von SAF-Holland hat der jüngsten Kurserholung des Nutzfahrzeugzulieferers an der Börse zunächst ein Ende gesetzt. Am Donnerstag brachen die Papiere auf dem letzten Platz im Nebenwerteindex SDax in der Spitze um fast 15 Prozent ein - am späten Vormittag stand noch ein Minus von 12 Prozent auf 8,91 Euro zu Buche.

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Der Konzern macht den Krieg in der Ukraine und die steigenden Kosten für Energie, Rohstoffe und Fracht für seine eher vorsichtigen Umsatzannahmen verantwortlich. Zudem pausieren Aufträge in Russland, sodass SAF-Holland in diesem Jahr mit deutlich niedrigeren Margen rechnet.

Wie die Investoren zeigte sich auch Analyst Jorge Gonzalez Sadornil von der Privatbank Hauck & Aufhäuser Lampe enttäuscht, wenngleich der Hersteller aktuell auf einem hohen Auftragsbestand sitze. So lasse die Mitte der Umsatzprognose darauf schließen, dass Erlöse im Laufe des Jahres ausfallen könnten, sollten sich die makroökonomischen Bedingungen und die Störungen in den Lieferketten weiter verschlechtern, konstatierte der Experte. In diesem Szenario sei vorübergehend mit einer Verschlechterung der Profitabilität auf 6,5 Prozent nach 7,5 Prozent im Vorjahr zu rechnen.

Warburg-Experte Mustafa Hidir sieht unterdessen noch zwei weitere mögliche Erklärungen für die schwache Prognose: "Wir gehen davon aus, dass das Unternehmen aufgrund der aktuellen Unsicherheiten niedrig stapeln will." Andererseits sei es denkbar, dass Konzernchef Alexander Geis, der derzeit interimistisch die Position des Finanzchefs innehat, mit einer vorsichtigeren Prognose die Einstiegshürde für den noch zu bestellenden Finanzchef niedrig halten wolle.

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"Es ist denkbar, dass sich die Prognose im weiteren Verlauf des Jahres als zu konservativ erweist, wenn sich die makroökonomische Situation und die Geschäftsaussichten verbessern", ergänzte Hidir.

Mit den jetzigen Verlusten endet die jüngste Erholungsrally des Herstellers an der Börse: Mit aktuell 8,91 Euro rücken die Papiere näher auf das Zwischentief von Anfang März bei 8,20 Euro zu - von dem aus sie sich bis zur Wochenmitte bereits um 25 Prozent erholt hatten. Doch wie die gesamte Branche durchlebt auch SAF-Holland aktuell schwierige Zeiten an der Börse.

Binnen eines Jahres hat die Aktie rund ein Drittel an Wert verloren, nachdem sie Anfang Mai 2021 noch ein Dreijahreshoch bei 14,49 Euro markiert hatte. Doch die durch Corona-Pandemie entstandenen Lieferketten- und Produktionsprobleme im Automobilsektor belasteten. Zuletzt kam zuletzt noch der Ukraine-Krieg mitsamt seinen Folgen wie Ölpreisanstieg und gestoppten Projekten hinzu./tav/ag/mis

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22.09.26 SAF-HOLLAND SE Kaufen DZ BANK
10.08.26 SAF-HOLLAND SE Buy Warburg Research
07.08.26 SAF-HOLLAND SE Hold Deutsche Bank AG
07.08.26 SAF-HOLLAND SE Buy Joh. Berenberg, Gossler & Co. KG (Berenberg Bank)
06.08.26 SAF-HOLLAND SE Kaufen DZ BANK

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