Aktien Asien/Pazifik: Festland-China wieder unter Druck - Gewinne in Tokio


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TOKIO/HONGKONG/SHANGHAI/SYDNEY (dpa-AFX) - Die wichtigsten asiatischen Aktienmärkte haben am Mittwoch keine gemeinsame Richtung gefunden. Einen Tag vor Beginn des Notenbanker-Treffens im US-amerikanischen Jackson Hole prägte Zurückhaltung das Geschehen. Japan verzeichnete Kursgewinne, während in China dem jüngsten Erholungsversuch teilweise schon wieder die Luft ausging.

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An Chinas Festlandbörsen machte sich nach dem Erholungsversuch tags zuvor zur Wochenmitte schon wieder Ernüchterung breit. Die Immobilienkrise des Landes bestimmt weiter das Bild. Der CSI 300, der die Aktienkurse der größten Unternehmen an den Börsen Shanghai und Shenzen abbildet, fiel im späten Handel um 1,6 Prozent auf 3696 Punkte. Besser sah es in der chinesischen Sonderverwaltungszone Hongkong aus, wo der Hang-Seng-Index (Hang Seng) um 0,2 Prozent auf 17 821 Zähler stieg.

In Japan schloss der Nikkei 225 hingegen knapp ein halbes Prozent höher mit 32 010 Punkten. Der australische Leitindes S&P ASX 200 gewann 0,38 Prozent auf 7148 Punkte. Verluste gab es in Südkorea.

Die Experten der Deutschen Bank schrieben in ihrem Morgenkommentar von einer insgesamt eher trägen Entwicklung an den Weltbörsen. Die Handelsvolumina seien niedrig. Zwar habe der Aufwärtsdruck auf Anleiherenditen erst einmal nachgelassen, dennoch stellten sich Investoren weiter auf langfristig höhere Zinsen ein.

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Untermauert wurden die Erwartungen durch Äußerungen des Präsidenten der regionalen Fed in Richmond, Thomas Barkin. Der warnte am Dienstag in einer Rede, die US-Notenbank könnte Glaubwürdigkeit verlieren, sollte sie ihr Inflationsziel von zwei Prozent ändern. Damit unterstrich er die Bemühungen, die Inflation auf dieses Ziel zu drücken und nicht etwa das Ziel einfach anzuheben.

Trotz eines Rückgangs der Teuerungsrate liegt die Inflation in den USA immer noch ein gutes Stück über zwei Prozent. Robuste Wirtschaftsdaten hatten jüngst Befürchtungen aufkommen lassen, dass die Fed den Leitzins doch noch weiter anheben könnte. Mit weiteren Zinserhöhungen aber steigt das Risiko, dass die US-Wirtschaft keine sanfte Landung hinlegen, sondern stärker abrutschen wird, so die Befürchtungen.

Umso gespannter blicken Anleger nach Jackson Hole. Am Donnerstag startet dort das diesjährige Treffen von Notenbankern. Dabei steht bis zum Samstag vor allem die Frage im Mittelpunkt, wie die Zentralbanken ihre avisierten Inflationsziele erreichen können./mis/jha/

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