Aktien Asien: Steigende Anleiherenditen belasten


SEOUL/TOKIO/HONGKONG/SHANGHAI (dpa-AFX) - Die asiatischen Aktienmärkte haben sich am Donnerstag den schwachen internationalen Vorgaben angeschlossen. Während in Japan nach der Feiertagspause in der ersten Wochenhälfte wieder gehandelt wurde, blieb die südkoreanische Börse wegen eines Feiertags geschlossen.

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Wie auch an den anderen Finanzmärkten belastete die Entwicklung der Anleihen. "Gerade glaubten Anleger, die Sorgen vor steigenden Renditen abstreifen zu können, da kommt es bereits zum nächsten Ausverkauf", so Jochen Stanzl, Marktanalyst der Consorsbank. "Wann diese Neubepreisung auf der Anleiheseite abgeschlossen sein wird, kann zum jetzigen Zeitpunkt niemand sagen."

Nach überraschend starken US-Einkaufmanagerindizes sind die Erwartungen an eine weitere US-Zinserhöhung im Oktober deutlich gestiegen, wie die Marktstrategen der Deutschen Bank anmerkten. Hinzu traten ungünstige Signale vom Ölmarkt. Die volatile Entwicklung auf hohem Niveau trägt zur Verunsicherung bei. Irans Präsident Massud Peseschkian hatte in einer Rede vor den Vereinten Nationen die weiterhin großen Differenzen zwischen Teheran und Washington deutlich gemacht.

Die weltweit gestiegenen Anleihe-Renditen spiegelten sich auch in Japan wider. Zehnjährige Staatsanleihen erreichten das höchste Renditeniveau seit 1996, wie die Marktstrategen der Deutschen Bank betonten. Die leichten Gewinne an der Börse kamen lediglich durch die Impulse zustande, die der Markt nach der Pause in den vergangenen Tagen nachträglich verarbeitete. Der Nikkei 225 gewann daher 0,8 Prozent auf 65.513,99 Punkte.

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Deutlicher zeigte sich die Marktschwäche an den chinesischen Börsen. Hier stand das Treffen zwischen US-Präsident Donald Trump und seinem chinesischen Amtskollegen im Mittelpunkt. Eine erste Entscheidung gab es bereits zuvor: Die bis November ausgesetzten zusätzlichen Zölle auf Importe chinesischer Waren werden laut US-Finanzminister Scott Bessent um weitere zwei Monate aufgeschoben. Die sei weniger, als man erhofft habe, schaffe aber Zeit für eine länger währende Vereinbarung, hieß es von der Deutschen Bank.

Der CSI-300-Index (CSI 300) mit den 300 wichtigsten Werten an Chinas Festlandbörsen verlor zuletzt 1,6 Prozent, der Hang-Seng-Index (Hang Seng) der Sonderverwaltungszone Hongkong sank um 0,4 Prozent.

Nach unten ging es auch in Australien. Der S&P ASX 200 0,72 Prozent auf 8.702,00 Punkte. Auch hier belasteten steigende Anleiherenditen./mf/stk

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