Aktien Europa: EuroStoxx vor der Fed nochmals knapp im Minus


Werte in diesem Artikel
Indizes

6,398.01 EUR -14.67 EUR -0.23 %

PARIS/LONDON (dpa-AFX) - An den europäischen Börsen haben die Anleger ihr Pulver am Mittwoch trocken gehalten. Das Abwarten vor dem US-Zinsentscheid wurde als Hauptgrund für das Zögern der Investoren angesehen. Der EuroStoxx 50 (EURO STOXX 50) verlor 0,16 Prozent auf 3616,36 Punkte. Nach einem zu Wochenbeginn erreichten Hoch seit Februar 2018 hatte er am Vortag schon etwas nachgegeben.

Werbung

Auf Länderebene war das Bild am Mittwoch unterschiedlich: Der französische CAC 40 hielt sich mit einem Anstieg um 0,2 Prozent knapp über Wasser dank Kurssprüngen bei den Aktien von PSA (Peugeot) und L'Oreal (LOréal). Der britische FTSE 100 dagegen gab um 0,16 Prozent auf 7294,25 Zähler nach. Deutliche Verluste von etwas mehr als 1 Prozent gab es beim spanischen Ibex.

Die US-Notenbank Fed wird am Abend ihren Zinsentscheid bekannt geben. Dabei wird fest mit der schon dritten Zinssenkung in diesem Jahr gerechnet. Experten blicken gespannt auf Aussagen zum Ausblick und die damit verbundene Frage, ob sich die Währungshüter den Forderungen von US-Präsident Donald Trump nach einer Lockerung weiterhin beugen werden.

Auf Unternehmensseite machten die Berichtssaison und Fusionsgespräche zwischen Fiat Chrysler (Fiat Chrysler (FCA)) (FCA) und PSA die größten Schlagzeilen. Während die FCA-Papiere in Mailand um 8,6 Prozent hoch schnellten, zogen jene des Peugeot- und Opel-Mutterkonzerns PSA in Paris um 6,1 Prozent an. Laut Analyst Arndt Ellinghorst von Evercore ISI wird damit die ringend nötigte Konsolidierung der Branche vorangetrieben. Die Kombination sei wesentlich sinnvoller als eine ehemals erwogene Verschmelzung mit Renault, betonte er. Bei Renault reagierten Anleger beunruhigt, die Aktie rutschte in Paris um 3,5 Prozent ab.

Werbung

In der Branchenwertung rückten die Lebensmittel- und Haushaltsgüterbranchen mit Anstiegen um jeweils 0,85 Prozent bei ihren Teilindizes an die Spitze. Auf der anderen Seite mussten Bankenanleger mit 1,35 Prozent beim Sektorindex die größten Verluste einstecken. Hier trübte vor allem ein Gewinneinbruch bei der spanischen Santander das Bild. Deren Aktien waren mit einem Abschlag von 5,2 Prozent das Schlusslicht im EuroStoxx.

Auch die Papiere der Credit Suisse (Credit Suisse (CS)) gerieten in Zürich mit 2,4 Prozent unter Druck, obwohl die vorgelegten Resultate eigentlich als solide gewertet wurden. Den Druck auf die Aktien erklärten Händler unter anderem mit Gewinnmitnahmen nach zuletzt gutem Lauf.

Anlass zur Freude gab es hingegen für die L'Oreal-Anleger. Die Papiere des Luxusgüterkonzerns rückten um 6,6 Prozent vor und waren damit sowohl im EuroStoxx als auch im Cac 40 der Spitzenreiter. Laut Analystin Eva Quiroga-Thiele von der Deutschen Bank war das von dem Luxusgüterkonzern berichtete Wachstum im dritten Quartal nicht nur deutlich besser als erwartet, sondern auch das beste seit mehr als einer Dekade.

Werbung

Resultate gab es ansonsten noch vom Brillenkonzern EssilorLuxottica, dessen Aktien im EuroStoxx mit 1 Prozent zu den Gewinnern gehörten. Airbus (Airbus SE (ex EADS)) drehten nach schwachem Start mit 1,1 Prozent in die Gewinnzone, hier schwankten die Anleger zwischen einem besser als erwarteten Quartalsergebnis und einem gekürzten Auslieferungsziel.

Andere Quartalsberichte wie etwa die vom Schweizer Chemiekonzern Clariant, dem spanischen Versorger Iberdrola (Iberdrola SA) oder dem Ölkonzern Total blieben kursmäßig mit Abgaben zwischen 0,1 und 0,4 Prozent eher unauffällig./tih/zb

Werbung

EURO STOXX 50 Analysen

Um die Übersicht zu verbessern, haben Sie die Möglichkeit, die Analysen für EURO STOXX 50 nach folgenden Kriterien zu filtern.

Alle: Alle Empfehlungen

Buy: Kaufempfehlungen wie z.B. "kaufen" oder "buy"
Hold: Halten-Empfehlungen wie z.B. "halten" oder "neutral"
Sell: Verkaufsempfehlungn wie z.B. "verkaufen" oder "reduce"

Keine Analysen gefunden.