Aktien Europa: Gewinne - Hoffnungsschimmer aus China stützen


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PARIS/LONDON (dpa-AFX) - Die europäischen Bösen haben am Freitag mit leichten Gewinnen die jüngst unter dem Strich richtungslose Bewegung fortgesetzt. Gute Vorgaben aus Asien und den USA lieferten den Märkten den nötigen Rückenwind. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 (EURO STOXX 50) gewann am Mittag 0,89 Prozent auf 4278,31 Punkte. Der französische CAC 40 präsentierte sich mit 7337,95 Punkten 0,75 Prozent fester, während der britische FTSE 100 mit 0,16 Prozent auf 7956,47 Zähler etwas weniger zulegte.

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Wirtschaftsdaten aus China kamen gut an. Die Zahlen machten Hoffnung, dass die Konjunktur den Belastungen steigender Zinsen trotze, so Analyst Pierre Veyret vom Broker ActivTrades. Der Caixin-Einkaufsmanagerindex für den Dienstleistungssektor Chinas war im Februar unerwartet gut ausgefallen. Positive Signale gab es auch von der Inflationsseite. In der Eurozone schwächte sich der hohe Preisauftrieb auf Unternehmensebene zu Jahresbeginn deutlich ab. "Dadurch verringert sich der Zinsanhebungsdruck", stellte Marktexperte Andreas Lipkow fest.

Die starken Daten aus China beflügelten Rohstoff- und Autowerte. Für beide Sektoren ist die Nachfrage aus Fernost von großer Bedeutung. Technologieaktien profitierten von den Gewinnen der Nasdaq. US-Notenbankvertreter Raphael Bostic hatte mit eher zurückhaltenden Aussagen die Zinssorgen etwas gedämpft, wie Marktexperte Lipkow zu den Gewinnen des zinssensiblen Sektors anmerkte. Hier profitierten SAP (SAP SE) auch von dem erhöhten Kursziel durch Morgan Stanley und gewannen 2,2 Prozent.

Gefragt waren zudem Nokia. Das Unternehmen hatte angekündigt, mittelfristig möglicherweise mehr an die Aktionäre ausschütten zu wollen. Angesichts der in den vergangenen Jahren erreichten Verbesserungen mit Blick auf Wachstumsperspektiven und Finanzen plant Nokia, künftig weniger Barmittel in Relation zum Umsatz zurückhalten zu wollen. Die Aktie gewann 3,7 Prozent.

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Verluste verzeichneten dagegen die Versicherer. Hier fielen Zurich (Zurich Insurance) mit 2,2 Prozent Abschlag auf. JPMorgan hatte den Wert um gleich zwei Stufen von "Overweight" auf "Underweight" abgestuft. Der Rückenwind für die Preissetzung von europäischen Versicherern im Geschäft mit Schaden- und Unfallversicherungen sei noch spürbar, doch lasse er nach, schrieb Analyst Farooq Hanif in einer Branchenstudie. Auf der Aktie der britischen Admiral Group, die um drei Prozent nachgab, lastete zudem eine Abstufung durch die Citigroup.

Auch der Energiesektor schwächelte. Aktien von Vestas (Vestas Wind Systems A-S) litten unter einer Abstufung durch HSBC. Die Aktie des dänischen Windanlagenbauers gab um zwei Prozent nach./mf/mis

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