Aktien Europa: Kursverluste - Ölpreisanstieg und Zinssorgen trüben Stimmung


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PARIS/LONDON/ZÜRICH (dpa-AFX) - Nach den Kursverlusten zu Wochenbeginn ging es an den europäischen Börsen am Dienstag weiter nach unten. Die erneute Zuspitzung der Lage im Iran-Krieg und wieder gestiegene Ölpreise verunsicherten, hieß es. Dies schüre bei den Anlegern Inflationsängste und Sorgen vor steigenden Zinsen.

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Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 fiel gegen Mittag um 0,8 Prozent auf 6.368,74 Punkte. Außerhalb des Euroraums verlor der Schweizer Leitindex SMI rund 0,5 Prozent auf 14.210,31 Punkte. Der britische FTSE 100 notierte nach dem Feiertag zu Wochenbeginn 1,1 Prozent niedriger bei 10.701,30 Zähler.

"Langsam setzt sich bei den Anlegern die Erkenntnis durch, dass bei der Zinsanpassung noch nicht das Ende der Fahnenstange erreicht ist", so Experte Jochen Stanzl von der Consorsbank.

Eine Zinserhöhung der Europäischen Zentralbank (EZB) in der kommenden Woche wegen der hohen Inflation gilt bereits als weitgehend sicher. Die Inflation in der Eurozone ist im August wegen hoher Energiepreise deutlich gestiegen. Im Jahresvergleich legten die Verbraucherpreise um 3,3 Prozent zu, wie das Statistikamt Eurostat mitteilte. Die EZB dürfte dies als Auftrag verstehen, so Thomas Gitzel von der VP Bank.

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Nachdem US-Notenbankchef Kevin Warsh zuletzt seine Entschlossenheit bekräftigt hat, die Inflation in den Griff zu bekommen, steht auch eine mögliche Leitzinserhöhung der Fed im September wieder im Raum.

Unter den Einzelwerten stiegen Aktien von Air Liquide in Paris um 2,7 Prozent. Die Aktie reagierte damit auf Presseberichte, wonach der aktivistische Investor Elliott Kreisen zufolge eine Beteiligung an dem Industriegase-Konzern erworben hat und das Management dazu dränge, die Margen zu verbessern.

Nach guten Daten einer MS-Studie mit Remibrutinib gewann die Aktie des Pharmakonzerns Novartis 3,5 Prozent. Die Studienergebnisse bei schubförmiger MS entsprächen dem optimalen Szenario, so UBS-Experte Matthew Weston.

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An der Spitze bei den europäischen Sektoren lagen die Ölwerte mit einem Plus von 1,1 Prozent. Die Branche profitierte dabei von den gestiegenen Ölpreisen. Die Papiere von Eni kletterten um 0,8 Prozent, TotalEnergies gewannen 1,5 Prozent. Luft- und Reisewerte hatten indessen das Nachsehen. Für den Sektor ging es um 1,9 Prozent abwärts./err/jha/

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