Aktien Europa Schluss: Gewinne - EuroStoxx mit größtem Quartalsverlust seit 2002


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PARIS/LONDON/MAILAND (dpa-AFX) - Europas Börsen haben am Dienstag nach einer Berg- und Talfahrt mit Gewinnen geschlossen. Stützend wirkten zum einen die US-Börsen, die nach einem schwächelnden Auftakt ins Plus gedreht waren. Zum anderen habe die Weltgesundheitsorganisation (WHO) für etwas Erleichterung gesorgt, hieß es, da sie mit Blick auf das neuartige Coronavirus in Kürze eine Stabilisierung der Lage in Europa erwarte. Auch Wirtschaftsdaten, insbesondere aus den USA, wurden positiv aufgenommen.

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Der EuroStoxx 50 (EURO STOXX 50) knüpfte mit einem Plus von 0,77 Prozent auf 2786,90 Punkte an seine jüngste Erholung an. Seit dem Tief von Mitte März bei gut 2300 Punkten hat er bislang schon wieder 21 Prozent an Terrain zurückerobert. Auf Monatssicht steht dennoch ein Abschlag von 16 Prozent zu Buche. Das erste Quartal des neuen Jahres beendete der Leitindex der Eurozone mit einem noch heftigeren Verlust von etwas mehr als 25 Prozent. Zuletzt hatte er nur im dritten Quartal 2002 noch herbere Einbußen von fast 30 Prozent erlitten.

Der französische CAC 40 stieg am Dienstag um 0,40 Prozent auf 4396,12 Punkte. Der Londoner FTSE 100 rückte sogar um 1,95 Prozent auf 5671,96 Zähler vor.

Volkswirt Holger Schmieding von der Berenberg Bank sprach von zwei sich abzeichnenden positiven Trends in der Viruskrise: Erstens schienen die strengen Eindämmungsmaßnahmen, die in großen Teilen Europas angewendet würden, zu wirken. In Italien etwa sei der Anteil positiv auf das Virus getesteter Personen so geringfügig wie zuletzt seit Beginn der landesweiten Ausgangssperren vor drei Wochen. Zweitens verwies er auf Anzeichen für eine Erholung der Wirtschaftstätigkeit in China, wo die Viruskrise zuerst ausbrach.

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Zudem überraschten US-Konjunkturdaten positiv. So trübte sich in der wichtigen Wirtschaftsregion Chicago die Unternehmensstimmung im März trotz beginnender Corona-Krise nur leicht ein. Volkswirte hatten indes mit einem kräftigen Stimmungseinbruch gerechnet. Auch das von der Forschungsgruppe Conference Board veröffentlichte Verbrauchervertrauen im März zeigte sich etwas stabiler als erwartet, obwohl sich die Stimmung der Konsumenten durchaus deutlich eingetrübt hat./ck/he

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