Aktien Europa: Sehr fest - Entspannung macht sich breit


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PARIS/LONDON/MAILAND (dpa-AFX) - Die europäischen Börsen haben am Freitag deutlich zugelegt. Die Stabilisierungsansätze am Vortag weiteten sich damit zu einer Erholung auf die schweren Verluste der Vorwochen hin aus. Notfallmaßnahmen der Europäische Zentralbank (EZB) hatten die Märkte am Donnerstag etwas beruhigt. Gewinne in den USA und Asien sorgten nun für die notwendigen Vorgaben einer Gegenbewegung. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 (EURO STOXX 50) rückte am Tag des großen Verfalls um 5,52 Prozent auf 2389,45 Punkte vor.

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Marktstratege Neil Wilson von Safecap investments sprach in einem Kommentar von ersten positiven Signalen. "Das gesamte Ausmaß der ökonomischen Folgen ist noch unbekannt, aber die Märkte blicken weg von den aktuellen Gegebenheiten und preisen 2021 bis 2022 bereits ein", so Wilson. Die Unsicherheit bleibe gleichwohl hoch, was auch in den starken Schwankungen zum Ausdruck komme.

Auch an den großen europäischen Einzelbörsen ging es nach oben. Der französische CAC 40 legte zuletzt um 6,02 Prozent auf 4087,61 Zähler zu, während der Londoner FTSE 100 um 2,93 Prozent auf 5303,07 Zähler kletterte.

Die Entspannung dokumentierte sich auch darin, dass mit dem Stoxx 600 Travel & Leisure der Sektor am stärksten kletterte, der unter den Auswirkungen der Corona-Krise am stärksten zu leiden hat. Aber auch andere der zuletzt gebeutelten Branchen wie etwa der Bausektor und die Ölwerte waren gesucht. Letztere profitierten naturgemäß von der Erholung des Ölpreises.

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Versicherer berappelten sich ebenfalls. Wie stets in Phasen stark steigenden konjunkturellen Stresses sei der Versicherungssektor deutlich stärker gefallen als die Gesamtmärkte, merkte Gordon Aitken von der Bank RBC in einer Studie an. Die Sorgen um die Wertverluste von deren Anlage seien aber übertrieben.

Ansonsten waren die Gewinner breit gestreut. Dazu gehörten AB Inbev (Anheuser-Busch InBev) mit über 14 Prozent Plus. Sie profitierten von soliden Absatztrends in Frankreich, wie eine Analyse von Goldman Sachs hervorhob. Bei Schneider Electric, die um über neun Prozent kletterten, half eine zuversichtliche Studie von Societe Generale. Die Analysten machten eine Einstiegsgelegenheit aus./mf/stk

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