Spannungen

Neue Eskalation im Nahen Osten treibt Ölpreise kräftig an


Neue Eskalation im Nahen Osten treibt Ölpreise kräftig an

Die USA haben ihre erst vor gut zwei Wochen gelockerten Sanktionen gegen iranisches Öl wieder verschärft. Hintergrund sind die jüngsten Angriffe auf Tanker in der Straße von Hormus

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Die USA haben die zuvor gelockerten Sanktionen auf iranisches Öl wieder in Kraft gesetzt. Eine vor gut zwei Wochen erteilte Ausnahmegenehmigung werde wieder zurückgenommen, teilte das US-Finanzministerium mit. Neue Geschäfte mit Rohöl, Petrochemie- und Erdölprodukten iranischen Ursprungs sind damit wieder untersagt.

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Auf die Neuigkeiten reagierte vor allem der Ölmarkt. Der Preis für ein Barrel (159 Liter) der Referenzsorte Brent zur Lieferung im August legte zuletzt um 5,63 Prozent auf 76,04 US-Dollar zu, nachdem er im Tagesverlauf bereits deutliche Gewinne verzeichnet hatte.

Ein US-Regierungsbeamter erklärte, die Ausnahmegenehmigung werde aufgehoben, weil sich das Rahmenabkommen mit dem Iran an dessen Verhalten orientiere. Der Iran profitiere nur dann von wirtschaftlichen Erleichterungen, wenn er seinen Verpflichtungen nachkomme. Das Verhalten Teherans in der Straße von Hormus sei für die USA "völlig inakzeptabel".

Angriffe auf Tanker in der Straße von Hormus

Zuletzt waren mehrere Tanker in der Straße von Hormus angegriffen worden. Teheran hatte sich zunächst nicht offiziell zu den Vorwürfen geäußert oder Verantwortung reklamiert. Der Iran hatte aber in den vergangenen Tagen wiederholt erklärt, nur die von ihm vorgegebene Route durch die Straße von Hormus sei sicher.

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Bereits begonnene und zuvor genehmigte Geschäfte dürfen lediglich noch bis zum 17. Juli abgewickelt werden. Neue Käufe oder das Beladen von Schiffen mit iranischem Öl sind nach Angaben des Ministeriums nicht mehr erlaubt.

Sanktionen wurden als Teil des Rahmenabkommens gelockert

Die ursprüngliche Ausnahmegenehmigung war am 21. Juni nach Gesprächen zwischen Washington und Teheran erteilt worden. Damit wurden US-Verbote im Zusammenhang mit Produktion, Lieferung und Verkauf iranischen Rohöls und anderer Erdölprodukte vorübergehend ausgesetzt. Das galt zunächst bis zum 21. August. Die Lockerung war Teil einer vorläufigen Vereinbarung, mit der beide Seiten Verhandlungen über ein dauerhaftes Abkommen ermöglichen wollten.

Mit der neuen Genehmigung verschärft Washington den wirtschaftlichen Druck auf Teheran. Die Straße von Hormus ist für den Ölhandel enorm wichtig. Weil während des Krieges die Durchfahrt von Tankern faktisch kaum möglich war, waren die Preise weltweit nach oben geschossen. Mit der Ausnahmegenehmigung hatten die USA die Energiemärkte zwischenzeitlich beruhigt.

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<Ölpreise steigen wieder/h2>

- Die Ölpreise sind am Dienstag im Handelsverlauf weiter gestiegen. Ein Barrel (159 Liter) der Referenzsorte Brent zur Lieferung im August legte zuletzt um 5,63 Prozent auf 76,04 US-Dollar zu. Zuvor hatten die Vereinigten Staaten angekündigt, eine vor gut zwei Wochen erteilte Ausnahmegenehmigung für den Verkauf iranischen Öls werde wieder zurückgenommen. Hintergrund sind Angriffe auf Tanker in der Straße von Hormus, für die die iranischen Revolutionsgarden verantwortlich gemacht werden.

NEW York (dpa-AFX)

Bildquellen: ded pixto / Shutterstock.com, sacura / Shutterstock.com

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