Aktien Europa: Unternehmensnachrichten beflügeln Kurse


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PARIS/LONDON (dpa-AFX) - An Europas wichtigsten Aktienmärkten ist es am Mittwoch aufwärts gegangen. Nach dem enttäuschenden Handelsverlauf am Dienstag setzten die Märkte zu einem erneuten Versuch nach oben an. Der EuroStoxx 50 (EURO STOXX 50) gewann am Mittag 1,15 Prozent auf 4216,23 Zähler. Der französische CAC 40 stieg zuletzt sogar um 1,35 Prozent auf 7183,06 Punkte, während der britische FTSE 100 mit 0,71 Prozent auf 7537,03 Zählern der Festlandsentwicklung nur teilweise folgte.

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Positive Nachrichten von Unternehmensseite stützten und bescherten den Einzelsektoren teilweise deutliche Gewinne. Zudem halfen die Vorgaben aus Asien, wie Pierre Veyret, technischer Analyst beim Broker ActivTrades anmerkte. Technologiewerten waren in Hongkong deutlich gestiegen, nachdem der chinesische Online-Handelsriese Alibaba seinen Plan zur Unternehmensaufspaltung mitgeteilt hatte.

Auch die Konjunkturwolken hängen nicht mehr gar so tief. Das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung erwartet trotz der jüngsten Bankturbulenzen keine längere Konjunkturschwäche in der größten Volkswirtschaft Europas. Die deutsche Wirtschaft werde das "Zwischentief im Winter schnell hinter sich lassen", hieß es in Mitteilung des Forschungsinstituts.

Mit seinen Kursgewinnen reagierte der Technologiesektor nicht nur auf die Vorgaben aus Fernost. Auch aus Deutschland gab es frohe Kunde. "Der größte deutsche Chiphersteller Infineon schaut positiv in die Zukunft und schraubt schon mal seine Ziele für das laufende Quartal nach oben", stellte Kaitalmarkstratege Jürgen Molnar vom Broker Robomarktes fest. "Infineon bestätigt damit die Erwartungen, dass sich der Chipsektor auch in Krisenzeiten und inmitten einer sich abschwächenden Wirtschaft behaupten kann, weil ohne Halbleiter zum Beispiel in den Themen Elektromobilität und Energiewende nicht viel geht." Dies beflügelte auch den Branchenprimus ASML (ASML NV). Die Aktie des Halbleiteraurüsters gewann 1,4 Prozent, während Infineon sogar um über sechs Prozent kletterten.

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Im Bankensektor kam eine Personalie gut an: Die UBS holt Sergio Ermotti an die Konzernspitze zurück. Er wird damit die neue Bank nach der geplanten Übernahme der Credit Suisse (Credit Suisse (CS)) leiten. Begründet wurde dies mit den Herausforderungen des Zusammenschlusses. Der aktuelle UBS-Chef Ralph Hamers habe sich bereit erklärt, im Interesse des kombinierten Unternehmens zurückzutreten, teilte die UBS mit. Analysten äußerten sich zuversichtlich. "Wir begrüßen die Ernennung von Sergio Ermotti und glauben, dass er die richtige Person für die herausfordernde Aufgabe ist", hieß es von der Bank Vontobel. UBS stiegen um knapp zwei Prozent, Credit Suisse um 1,7 Prozent.

Während der Immobiliensektor das Hin und Her der Vortage fortsetzte und sich von den Verlusten am Dienstag mit deutlichem Plus erholte, lagen die Einzelhandelswerte am Ende des Feldes. Hier gab es Warnsignale vom britischen Unternehmen Next. Die Aktie gab deutlich nach und zollte damit dem enttäuschenden Ergebnisausblick Tribut./mf/stk

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