Aktien Europa: US-Vorgaben belasten - Technologiewerte unter Druck


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PARIS/LONDON (dpa-AFX) - Europas Börsen haben am Dienstag einen Gang zurück geschaltet. Verluste an den US-Finanzmärkten im späten Handel hinterließen Bremsspuren. Der EuroStoxx 50 (EURO STOXX 50) als Leitindex der Eurozone verlor bis zum Mittag 1,56 Prozent auf 3297,60 Punkte. Unter Druck standen dabei die Technologiewerte.

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Auch an den großen Länderbörsen dominierten die Minuszeichen. In Paris gab der Leitindex CAC 40 um 1,66 Prozent auf 4972,36 Punkte nach. In London sank der FTSE 100 um 0,57 Prozent auf 6141,06 Zähler.

Die US-Börsen hatten nach verheißungsvollem Start zum Handelsende am Montag ins Minus gedreht. Sie reagierten damit auf Spannungen zwischen den USA und China. Die US-Regierung hatte Chinas weitgehende Gebietsansprüche im Südchinesischen Meer nun auch formell zurückgewiesen. Hinzu kamen erneute Restriktionen wegen der Corona-Pandemie im Bundesstaat Kalifornien. "Die kalifornische Volkswirtschaft ist größer als die von Großbritannien oder Frankreich", erläuterte Analyst Neil Wilson von Marktes.com in einem Kommentar.

Auch aus Europa gab es schlechte Nachrichten: Die Wirtschaft Großbritanniens erholte sich im Mai nur schwach vom Konjunktureinbruch in der Corona-Krise. Die Wirtschaftsleistung stieg im Vergleich zum Vormonat lediglich um 1,8 Prozent. Analysten hatten mit einem deutlich stärkeren Zuwachs des Bruttoinlandsprodukts um 5,5 Prozent gerechnet, nachdem die Konjunktur der zweitgrößten Volkswirtschaft Europas im April um 20,3 Prozent abgestürzt war.

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Schwächster Sektor an den europäischen Märkten waren die Technologiewerte. Der Stoxx 600 Technology schmierte um 3,3 Prozent ab. Er folgte damit den Vorgaben des technologielastigen Nasdaq-100-Index. Analyst Wilson sprach von Gewinnmitnahmen angesichts des Höhenflugs der Technologietitel in den vergangenen Monaten und der hohen Bewertung des Sektors.

Auch Stahlwerte erlitten nach den Gewinnen am Vortag Abgaben. Dazu trugen verhaltene Branchenstudien der Citigroup und von JPMorgan bei. ArcelorMittal gaben um 2,7 Prozent nach. Analyst Luke Nelson von JPMorgan hatte die vergleichsweise hohe Bewertung der Aktie bemängelt.

Besser entwickelte sich der Bankensektor, der lediglich moderate Abgaben erlitt. In der laufenden Woche werden mehrere große US-Banken Zahlen zum zweiten Quartal vorlegen. Marktanalyst Milan Cutkovic vom Broker AxiCorp. sprach in einer Einschätzung von extrem geringen Erwartungen der Anleger. Positive Überraschungen seien daher nicht auszuschließen. Gefragt waren zudem die defensiven Telekommunikationswerte. Der Sektor stemmte sich mit einem Aufschlag von 0,5 Prozent gegen den Abwärtssog./mf/stk

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