Aktien Europa: Weitere Verluste - Anleger wenig erbaut von TV-Duell Trump-Biden


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PARIS/LONDON (dpa-AFX) - Die zwischenzeitliche Erholung an Europas Börsen scheint erst einmal vorbei zu sein: Der EuroStoxx 50 (EURO STOXX 50) verlor am Mittwoch um die Mittagszeit 0,81 Prozent auf 3188,17 Punkte. Damit knüpfte der Leitindex der Eurozone an die Vortagsentwicklung nach einem starken Wochenstart an. Für den zu Ende gehenden September steuert er auf ein Minus von über zweieinhalb Prozent zu. Der französische CAC 40 sank zuletzt um 0,74 Prozent auf 4796,55 Punkte. Dagegen hielt sich der britische FTSE 100 mit einem Minus von 0,29 Prozent auf 5880,58 Zähler vergleichsweise gut.

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Die erste, erbitterte Fernsehdebatte zwischen US-Präsident Donald Trump und seinem Herausforderer Joe Biden habe lediglich das Glaubwürdigkeitsdefizit in der amerikanischen Politik unterstrichen, schrieb Analyst Michael Hewson von CMC Markets UK. Die Anleger zeigten sich davon wenig erbaut. Sie dürften sich laut einem anderen Beobachter in der Sorge bestätigt, dass ein hässlicher Schlussspurt im US-Wahlkampf bevorstehe und dass der republikanische Amtsinhaber eine Niederlage gegen den Demokraten nicht akzeptieren werde.

Ermutigende Konjunkturdaten aus China seien durch die Debatte in den Hintergrund gedrängt worden, so Hewson weiter. Die wirkliche Gefahr bleibe zudem eine zweite Corona-Welle, die die Wirtschaft im Schlussquartal lähmen könnte.

Im europäischen Vergleich lagen die Aktien von Versorgern weit vorn: Der Subindex im marktbreiten Stoxx Europe 600 gewann rund ein halbes Prozent. Als Zugpferd erwies sich vor allem der fast sechsprozentige Kursanstieg beim Abfallentsorger Suez (Suez Environnement Company), nachdem Konkurrent Veolia Environment (Veolia Environnement) seine Offerte für den Suez-Anteil des Energiekonzerns Engie (Engie (ex GDF Suez)) von 15,50 auf 18 Euro angehoben hatte. Allerdings blieb der Suez-Kurs deutlich unter dem neuen Angebot - offenbar wollten die Anleger angesichts des Widerstands von Suez und Engie nicht so recht an einen Erfolg glauben. Veolia und Engie verteuerten sich um ein beziehungsweise knapp ein halbes Prozent.

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Der Index der Ölkonzerne legte trotz weiter sinkender Preise für den wichtigen Rohstoff als Branchen-Spitzenreiter um fast 0,7 Prozent zu. Shell (Shell (Royal Dutch Shell) (A)) gewannen 0,4 Prozent. Der britisch-niederländische Branchenvertreter kündigte an, wegen des drastischen Ölpreisverfalls während der Corona-Krise bis 2022 7000 bis 9000 Stellen abbauen zu wollen.

Bei DSM (DSM NV) konnten sich die Aktionäre über einen Kursanstieg von knapp vier Prozent freuen. Der niederländische Chemiekonzern will dem Kunstoffkonzern Covestro seine Sparte für harzbasierte Farben und Anstriche für 1,61 Milliarden Euro verkaufen.

Schlusslicht im Branchentableau war dagegen einmal mehr der Index der Reise- und Freizeitunternehmen, der mehr als ein Prozent einbüßte.

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Die Aktien von William Hill zeigten sich bei 274 Pence kaum bewegt, nachdem der britische Wettenanbieter das Übernahmeangebot des US-Konkurrenten und Kooperationspartners Caesars Entertainment angenommen hatte. Die Amerikaner wollen 2,9 Milliarden Pfund in bar auf den Tisch legen, was William Hill mit 272 Pence je Aktie bewertet. Das Unternehmen sei deutlich mehr wert, kommentierte Jefferies-Analyst James Wheatcroft. Zudem habe Ceasars über ein Gemeinschaftsunternehmen mit den Briten die Möglichkeit, das volle Wertpotenzial abzuschöpfen./gl/fba

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