Aktien Europa: Wieder Gewinne dank US-Rückenwind und Brexit-Hoffnung


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PARIS/LONDON (dpa-AFX) - Europas Börsen haben nach zwei schwachen Tagen am Mittwoch wieder den Vorwärtsgang eingelegt. Offenbar hofften die Anleger weiter auf eine baldige Einigung in den Brexit-Gesprächen zwischen Großbritannien und der Europäischen Union (EU) sowie Fortschritten bei den Bemühungen um ein weiteres US-Konjunkturpaket. Rückenwind kam zudem von der anhaltenden Rekordjagd an der Wall Street.

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Um die Mittagszeit stieg der EuroStoxx 50 (EURO STOXX 50) um 0,52 Prozent auf 3544,04 Punkte. Damit markierte der Eurozonen-Leitindex einmal mehr ein Hoch seit Ende Februar, vor dem weltweiten Ausbruch der Corona-Pandemie. Der französische CAC 40 rückte um 0,20 Prozent auf 5571,56 Punkte vor und der britische FTSE 100 gewann 0,46 Prozent auf 6588,68 Zähler.

Am Abend trifft sich der britische Premierminister Boris Johnson mit EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen. Johnsons Staatsminister Michael Gove sieht bei den festgefahrenen Verhandlungen über einen Brexit-Handelspakt derweil die EU am Zug, ohne das erwartete Entgegenkommen seitens der EU näher auszuführen. Bundeskanzlerin Angela Merkel rechnet angesichts der zahlreichen, weiter bestehenden Meinungsverschiedenheiten nicht mit einer schnellen Einigung.

Bereits am Dienstagabend nach dem Handelsende an der Wall Street hatte US-Finanzminister Steven Mnuchin mitgeteilt, er habe den Demokraten ein Corona-Hilfspaket im Umfang von mehr als 900 Milliarden US-Dollar angeboten.

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Aus europäischer Branchensicht gab es zur Wochenmitte fast nur Gewinner. Am besten schnitten Autoaktien ab: Ihr Subindex im marktbreiten Stoxx Europe 600 legte um gut anderthalb Prozent zu. Einziger Verlierer im Sektortableau waren die seit Anfang November gut gelaufenen Technologiewerte, deren Index minimal nachgab.

Spannende Unternehmensnachrichten waren einmal mehr dünn gesät. Bei Tesco konnten sich die Aktionäre über ein Kursplus von mehr als ein Prozent freuen. Die Supermarktkette teilte mit, sie werde noch vor dem Jahresende den Verkauf ihrer Aktivitäten in Thailand und Malaysia im Rahmen einer acht Milliarden Pfund schweren Transaktion abschließen.

Die Titel von Clariant legten nach der Ernennung eines neuen Chefs in einem ähnlichen Ausmaß zu. Mit dem Amtsantritt von Conrad Keijzer Anfang kommenden Jahres erledigte der Spezialchemiekonzern eine lange offene Personalie.

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Bei British American Tobacco (BAT) (BAT) kam der Aktienkurs indes nicht von der Stelle, obwohl der Tabakkonzern trotz der Covid-19-Pandemie wieder etwas optimistischer für das zu Ende gehende Jahr wird. Die Briten rechnen nun mit einem währungsbereinigten Umsatzwachstum am oberen Ende der zuvor angegebenen Spanne von ein bis drei Prozent./gl/jha/

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