Aktien Europa: Zins- und Rezessionsängste treiben Anleger in die Flucht


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PARIS/LONDON (dpa-AFX) - Zunehmende Zins- und Rezessionssorgen haben den Anlegern an Europas wichtigsten Aktienmärkten zum Wochenauftakt die Stimmung vermiest. Der EuroStoxx 50 (EURO STOXX 50) notierte am Montagmittag 2,43 Prozent tiefer bei 3511,71 Punkten. Für den französischen Leitindex CAC 40 ging es um 2,26 Prozent auf 6047,33 Punkte abwärts. Der britische FTSE 100 verlor 1,72 Prozent auf 7191,85 Zähler.

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Marktteilnehmer fürchten, dass die unerwartet hohe Inflation in den USA die US-Notenbank (Fed) zu noch deutlicheren Zinsschritten bewegen könnte. Bislang war allgemein erwartet worden, dass die Leitzinsen am Mittwoch um weitere 0,50 Prozentpunkte steigen. Die jüngsten Preisdaten hätten nun die Wahrscheinlichkeit erhöht, dass die Fed die Zinsen um 0,75 Punkte anhebt, sagte Volkswirt Michael Pearce von Capital Economics.

Aus Branchensicht standen europaweit vor allem Technologie- und Automobilwerte unter Verkaufsdruck. Deren Sektorindizes verbuchten Verluste von 4,0 beziehungsweise 3,7 Prozent. Am besten im Branchenüberblick standen Papiere aus dem Nahrungsmittel- und Getränkesektor mit einem Verlust von 0,7 Prozent da.

Unter den Einzelwerten fielen die Aktien von Valneva mit einem Kurseinbruch von knapp 27 Prozent auf den tiefsten Stand seit fast anderthalb Jahren besonders negativ auf. Am Freitagabend hatte der Impfstoffhersteller angekündigt, den Vertrag mit der Europäischen Kommission zum Verkauf eines Ganzvirus-Impfstoffs gegen Covid-19 eventuell kündigen zu müssen. Grund dafür sei, dass die Kommission aufgrund der verzögerten Zulassung des Vakzins die Liefermenge massiv senken wolle. Bei dieser Menge wäre nicht einmal eine kostendeckende Produktion möglich, hieß es.

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Massive Abgaben von fast 15 Prozent verzeichneten die Papiere von Just Eat Takeaway.com (Just Eat Takeawaycom). Am Freitag waren die Titel des Essenslieferanten nach erneuten Übernahmespekulationen um die US-Tochter Grubhub um bis zu 10 Prozent nach oben geschnellt.

Die Anteilsscheine von TotalEnergies gehörten mit einem Kursrückgang von lediglich 0,3 Prozent zu den besten Werten im EuroStoxx 50. Das Emirat Katar teilte dem französischen Energiekonzern eine 25-prozentige Beteiligung an einem neuen Flüssiggas-Projekt zu, mit dem das arabische Land seine Exportfähigkeit an Flüssiggas (LNG) erheblich steigern will./edh/jha/

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