Aktien Frankfurt: Anleger reduzieren Risiken am Ende eines starken Börsenmonats


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FRANKFURT (dpa-AFX) - In der Woche der Zinsentscheidungen halten sich die Anleger am deutschen Aktienmarkt am Dienstag weiter zurück. Investoren warteten auf neue Impulse, um die Kurse in eine deutlichere Richtung zu treiben, sagte Analyst Pierre Veyret vom Handelshaus ActivTrades. Am Nachmittag gab der Dax (DAX 40) noch um 0,35 Prozent auf 15 073,07 Punkte nach. Sein starkes Abschneiden im Januar trübt dies gleichwohl nicht: Im zu Ende gehenden Monat hat der deutsche Leitindex bislang 8,3 Prozent gewonnen.

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Der MDAX der mittelgroßen Unternehmen verlor am Dienstag zuletzt 0,48 Prozent auf 28 730,04 Zähler. Der EuroStoxx 50 (EURO STOXX 50) als Leitindex der Eurozone stand 0,3 Prozent tiefer.

"Die Volatilität zieht vor den Zentralbankentscheidungen wieder an und verdeutlicht die gestiegene Unsicherheit am Markt", schrieb Marktexperte Salah-Eddine Bouhmidi vom Broker IG. Die Anleger seien von der Jahresanfangs-Euphorie am Aktienmarkt angesteckt worden und fürchteten nun Aussagen der Währungshüter über eine Fortsetzung der aggressiven, restriktiven Geldpolitik.

Am Mittwoch gibt die US-Notenbank Fed ihre Zinsentscheidung bekannt, gefolgt von der Europäischen Zentralbank (EZB) und der Bank of England am Donnerstag. Die Unsicherheit vor den Notenbank-Entscheidungen verdrängte am Dienstag auch erfreuliche Konjunkturdaten aus China, wo sich die Stimmung in der Wirtschaft erstmals seit Monaten wieder aufgehellt hatte.

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Papiere aus dem Pharma- und Gesundheitssektor (STOXX EU600 Health Care) waren schwach. So verloren die Titel des Laborzulieferers Sartorius (Sartorius vz) fast zwei Prozent und Fresenius Medical Care (FMC) (Fresenius Medical Care) rund eineinhalb Prozent. Für den Dialyseanbieters FMC blieb Warburg Research vor der Veröffentlichung der Jahreszahlen pessimistisch.

Gute Quartalszahlen von General Motors (GM) (General Motors) stützten Automobil-Aktien. Im Dax gewannen BMW gut ein Prozent. Volkswagen (Volkswagen (VW) vz) und Mercedes-Benz (Mercedes-Benz Group (ex Daimler)) bügelten ihre Verluste aus. Laut Analyst Philippe Houchois von Jefferies signalisiert der Ausblick von GM Zuversicht.

Der Rüstungskonzern Rheinmetall beschafft sich über eine Wandelanleihe Geld für den im November angekündigten Zukauf des spanischen Munitionsherstellers Expal. Der Konzern will insgesamt eine Milliarde Euro aufnehmen. Im MDax ging es für Rheinmetall um sechseinhalb Prozent bergab, mit neuen Aktien droht Aktionären eine Gewinnverwässerung.

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Optimistische Analysteneinschätzungen zum Reise- und Freizeitsektor gaben indes den Aktien von Sixt (Sixt SE St) Auftrieb mit einem Plus von mehr als vier Prozent. Jefferies stufte die Papiere des Autovermieters von "Hold" auf "Buy" hoch und sieht die Reisebranche 2023 widerstandsfähiger als zunächst gedacht.

Vantage Towers (Vantage Towers) legten zunächst deutlich zu, nachdem bekannt wurde, dass der aktivistische US-Investor Elliott sich ein großes Stück am Funkturmunternehmen gesichert hat und damit die Pläne der Noch-Vodafone (Vodafone Group)-Tochter durcheinander wirbeln könnte. Zuletzt drehten die Anteile aber moderat ins Minus.

Der Euro gab leicht nach, zuletzt kostete die Gemeinschaftswährung 1,0836 US-Dollar. Die EZB hatte den Referenzkurs am Montagnachmittag noch deutlich höher auf 1,0903 Dollar festgesetzt.

Am Rentenmarkt blieb die Umlaufrendite auf 2,28 Prozent. Der Rentenindex Rex (REX Gesamt Kursindex) sank um 0,11 Prozent auf 125,97 Punkte. Der Bund-Future gewann 0,13 Prozent auf 136,81 Zähler./ajx/mis

--- Von Achim Jüngling, dpa-AFX ---

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