Aktien Frankfurt Ausblick: Annäherung im Handelsstreit macht den Kursen Beine
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FRANKFURT (dpa-AFX) - Die Annäherung im amerikanisch-chinesischen Handelsstreit dürfte den Dax (DAX 30) am Montag beflügeln. Der X-Dax als Indikator für den deutschen Leitindex signalisierte knapp eine Stunde vor Handelsbeginn ein Plus von 1,45 Prozent auf 12 579 Punkte. Damit winkt ihm der höchste Stand seit August vergangenen Jahres. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 (EURO STOXX 50) wird über ein Prozent fester erwartet.
Der G20-Gipfel habe dieses Mal tatsächlich positiv überrascht, kommentierte Thomas Gitzel, Chefvolkswirt bei der VP Bank. "Das Treffen von (US-Präsident) Donald Trump und (Chinas Staatschef) Xi Jinping gibt Hoffnung, dass es doch noch zu einer Lösung im Handelskonflikt kommt." Allerdings sei Euphorie fehl am Platz. Der Weg sei noch weit, denn die zugrunde liegenden strategischen Spannungen zwischen den USA und China würden sich nicht plötzlich in Luft auflösen.
"Wir sind wieder auf dem richtigen Weg", hatte US-Präsident Donald Trump nach einem Gespräch mit Xi am Samstag gesagt. Trump sicherte zu, die angedrohte Ausweitung der Strafzölle vorläufig auszusetzen, was eine Vorbedingung Chinas war. Auch hob der US-Präsident die Blockade gegen den chinesischen Telekomriesen Huawei zunächst wieder auf.
An den großen außereuropäischen Handelsplätzen herrschte daraufhin ebenfalls eitel Sonnenschein: Der Broker IG taxiert den US-Leitindex Dow Jones Industrial (Dow Jones 30 Industrial) fast ein Prozent fester, womit er auf ein Rekordhoch zusteuert. Die wichtigsten asiatischen Aktienmärkte notierten zuletzt überwiegend deutlich im Plus.
Am deutschen Aktienmarkt steht die Deutsche Bank mit einem möglichen massiven Arbeitsplatzabbau im Fokus. Sie will Kreisen zufolge mehr als ein Fünftel ihrer Stellen streichen. Das sind aktuell mehr als 20 000 Stellen. Die Bank unter Führung von Vorstandschef Christian Sewing könnte diesen Schritt mit dem neuesten Umstrukturierungsplan womöglich schon in dieser Woche verkünden, heißt es bei der Nachrichtenagentur Bloomberg unter Berufung auf zwei mit dem Vorgang vertraute Personen.
Beim Chemiekonzern BASF sorgte ein Bloomberg-Bericht für Aufsehen, dem zufolge es reichlich Interessenten für die zum Verkauf stehende Bauchemie-Sparte gibt. In der aktuellen Runde von Geboten scheine der Bereich zudem mit mehr als 3 Milliarden Euro bewertet worden zu sein. Das wäre ein gutes Stück mehr als die Anfang Juni genannten 2,7 Milliarden Euro.
Ansonsten könnten Studien für Bewegung sorgen. Das US-Analysehaus Bernstein Research stufte die Aktie der Lufthansa ab und empfiehlt sie nur noch mit "Market-Perform". Derweil rät die Privatbank Berenberg bei Fuchs Petrolub (FUCHS PETROLUB SE Vz) trotz der Erwartung weiter schwächelnder Geschäfte nun zum Kauf. Als Grund nennt Analyst Sebastian Bray die günstige Bewertung der Aktie./gl/mis
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