Aktien Frankfurt Ausblick: Dax bleibt nach Rutsch unter 12 000 Punkte angezählt
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FRANKFURT (dpa-AFX) - Nach dem steilen Rutsch des Dax (DAX 30) zurück unter 12 000 Punkte geht es am Freitag wohl zunächst mit geringerem Tempo weiter abwärts: Gut eine Stunde vor dem Xetra-Start signalisierte der X-Dax (DAX 30) als Indikator für den deutschen Leitindex ein Minus von 0,15 Prozent auf 11 952 Punkte. Der EuroStoxx 50 (EURO STOXX 50) wird mit 0,1 Prozent im Plus erwartet.
Die Helaba sprach in ihrem Tagesausblick von einem Rücksetzer mit Vorwarnung. Es dränge sich der Eindruck auf, als würde sich nun die Diskrepanz zwischen den realwirtschaftlichen Daten und dem zuletzt enormen Dax-Aufschwung verringern.
An der Wall Street hatten am Vortag Gewinnmitnahmen nach der vorherigen Erholungsrally den Dow Jones Industrial (Dow Jones 30 Industrial) um fast sieben Prozent und den marktbreiten S&P 500 um nahezu sechs Prozent nach unten gedrückt und damit noch mehr als den Dax im Feiertagshandel mit rund viereinhalb Prozent. Auch die Nasdaq in New York hatte ihre Rekordjagd beendet und fiel stark zurück.
Marktstratege Michael McCarthy von CMC Markets verglich die scharfe Abkühlung mit dem Tempo des vorherigen Euphorieaufbaus und sprach von einem "U-Turn nach V-förmiger Erholung". Nach dem vorsichtigen Tenor der US-Notenbank und steigenden Corona-Fallzahlen in den USA seien die Anleger wieder in die Defensive geflüchtet. Die Furcht vor einer zweiten Corona-Welle habe den Anlegern die Stimmung verhagelt, hieß es bei der Credit Suisse.
An den Börsen gab es zuletzt eine fulminante Erholungsrally: Bis zum Montag war der Dax in nur elf Tagen ohne größeren Stopp um bis zu fast 19 Prozent auf 12 913 Punkte nach oben gerannt. Damit hatte er sich seinem Rekordhoch aus dem Februar bei 13 795 Punkten auf weniger als sieben Prozent angenähert.
Adidas (adidas) rücken etwas in den Blick nach Quartalszahlen des kanadischen Sportbekleidungsherstellers Lululemon, die laut einem Händler die Markterwartungen verfehlt haben.
Shop Apotheke (Shop Apotheke Europe NV), die zu den Corona-Krisengewinnern zählen, wurden von der Deutschen Bank auf die "Top 8"-Liste der kleineren- bis mittelgroßen Werte gesetzt, die Papiere des Bausoftware-Herstellers Nemetschek (Nemetschek SE) dafür von der Liste gestrichen. Für Shop Apotheke ging es vorbörslich auf der Handelsplattform Tradegate trotzdem um gut vier Prozent bergab. Allerdings hatten sie am Vortag als einer der wenigen Gewinner am deutschen Aktienmarkt mehr als dreieinhalb Prozent gewonnen. Nemetschek verloren auf Tradegate am Freitag vorbörslich knapp zwei Prozent./ajx/jha/
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