Aktien Frankfurt Ausblick: Dem Dax droht ein schwacher Wochenabschluss


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FRANKFURT (dpa-AFX) - Dem Dax (DAX 30) droht wegen mauer Vorgaben aus Übersee ein negativer Wochenausklang: Knapp eine Stunde vor Beginn des Xetra-Handels am Freitag signalisierte der X-Dax als Indikator für den deutschen Leitindex ein Minus von 2,06 Prozent auf 10 297 Punkte. Auf Wochensicht deutet sich damit ein Abschlag von rund drei Prozent an. Der EuroStoxx 50 (EURO STOXX 50) als Leitindex der Eurozone dürfte am Freitag ebenfalls zunächst stark unter Druck geraten.

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Einen Dämpfer versetzte bereits den Anlegern an der Wall Street die Erfolglosigkeit des Covid-19-Hoffnungsträgers Remdesivir von Gilead Sciences. Bei der Behandlung von Patienten in China habe es keine spürbaren Verbesserungen nach der Gabe des Mittels gegeben, meldete die "Financial Times". Die Ergebnisse waren anscheinend unabsichtlich öffentlich geworden und sowohl Gilead als auch die Weltgesundheitsorganisation WHO versuchten Investoren und Öffentlichkeit zu beruhigen, was ihnen aber nicht gelang.

Die Anleger hätten viel Hoffnung in das Mittel gesetzt und so auch schwache Wirtschaftsdaten als wahrscheinlich nur kurzfristige Erscheinung besser ertragen, erklärte Marktstratege Stephen Innes vom Handelshaus Axitrader. Die Risikobereitschaft vor dem Wochenende dürfte nun noch geringer ausfallen. Dafür sorgt auch die weiter angespannte Lage am Ölmarkt und die geopolitischen Spannungen zwischen den USA und dem Iran.

Im Handelsverlauf steht das Ifo-Geschäftsklima für Deutschland auf dem Kalender. Es wird im April erneut ein starker Rückgang des wichtigen Konjunkturindikators erwartet. Vor allem die Beurteilung der aktuellen Lage dürfte angesichts von Werks- und Geschäftsschließungen stark nachgeben.

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Am Aktienmarkt steht erneut die Lufthansa im Fokus. Der Luftfahrtkonzern hatte kurz vor Handelsschluss am Donnerstag für das erste Quartal einen operativen Verlust von 1,2 Milliarden Euro vermeldet und kann sich nicht mehr aus eigener Kraft aus der Corona-Krise retten. Für das laufende zweite Jahresviertel wird ein noch deutlich höheres Minus erwartet. Vor diesem Hintergrund reißen die negativen Analystenkommentare nicht ab. Auf der Handelsplattform Tradegate notierten die Aktien mehr als 2 Prozent unter dem Xetra-Schlusskurs vom Donnerstag.

Der Energiekonzern Uniper aber vermeldete für diese Zeiten ungewöhnliches: Man halte an dem Jahresausblick "auch unter den aktuellen Marktbedingungen weiterhin vollumfänglich fest", teilte das Unternahmen mit. Zahlreiche Firmen hatten sich hingegen in den letzten Wochen von ihren Prognosen für 2020 verabschiedet. Die Börse spendete denn auch am Freitag Beifall: Auf Tradegate stiegen die Papiere um 6 Prozent./la/mis

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