Aktien Frankfurt Ausblick: Kaum bewegt - Corona-Politik, ZEW und Quartalszahlen


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FRANKFURT (dpa-AFX) - Der Dax (DAX 30) dürfte am Dienstag in Rekordnähe vorerst kaum vorankommen. Eine Stunde vor dem Xetra-Start deutete der X-Dax als Indikator für den deutschen Leitindex einen prozentual fast unveränderten Start mit 15 742 Punkten an. Der EuroStoxx 50 (EURO STOXX 50) wird ebenfalls kaum verändert erwartet.

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Am Vortag war der Dax erneut bis an seinen Mitte Juli aufgestellten Rekord von 15 810 Zählern herangelaufen, dieser bleibt aber eine hohe Hürde. Für einen Sprung darüber könnten nötige Impulse am Dienstag nochmals von der Berichtssaison kommen - mit finalen Zahlen unter anderem von Munich Re (Münchener Rückversicherungs-Gesellschaft). Der Rückversicherer sieht sich trotz drohender hoher Schäden durch die Hochwasserkatastrophe in Europa auf Kurs zu den Gewinnziel 2021.

Am Markt hieß es am Morgen, die Verbreitung der Delta-Variante des Coronavirus bleibe das zentrale Thema, das Anleger derzeit international bei ihren Investments hemme. Der Dow Jones Industrial (Dow Jones 30 Industrial) konnte am Vorabend in New York keinen neuen Rekord aufstellen und in Asien blieb das Börsenbild durchwachsen. Der Corona-Kurs in Deutschland für den Herbst gehört am Dienstag zu den zentralen Themen anstehender Beratungen von Bund und Ländern. Die Commerzbank führt die gehemmte Risikobereitschaft auch weiter auf die Perspektive einer bald strafferen US-Geldpolitik zurück.

Im Blick stehen hierzulande am Vormittag zudem die ZEW-Konjunkturerwartungen. Hier gehen die Ökonomen der Helaba von einem Rückgang aus, während die Lageeinschätzung wohl als robust einzuschätzen sei. Generelle Konjunkturzweifel sollten nicht aufkommen, so die Experten.

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Der Agrarchemie- und Pharmakonzern Bayer kassierte auch im dritten seiner US-Berufungsverfahren wegen angeblicher Krebsrisiken des Unkrautvernichters Glyphosat eine Schlappe. Auf Tradegate ging es um 1,2 Prozent bergab verglichen mit dem Xetra-Schluss.

Der Chemikalienhändler Brenntag (Brenntag SE) profitiert weiter von einer hohen Nachfrage und dem im vergangenen Jahr eingeleiteten Sparkurs. Das zweite Quartal sei besser als erwartet ausgefallen, sagte ein Händler. Enttäuschend sei aber, dass Brenntag den Ausblick nicht erhöht habe. Vorbörslich rutschten die Titel daher um mehr als zweieinhalb Prozent ab.

Von einer hohen Stahlnachfrage, gestiegenen Preisen sowie Einsparungen profitierte im zweiten Quartal auch der Stahlhändler Klöckner & Co (KlöcknerCo (KlöCo)). Jedoch, so sagte ein Händler, liege der Umsatz deutlich unter den Erwartungen am Markt, während die Marge sehr stark sei. Die Aktien notierten auf Tradegate zuletzt etwas höher zum Xetra-Schluss.

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Für die Titel des Maschinen- und Anlagenbauers Dürr ging es um fast zwei Prozent hoch nach einer Kaufempfehlung der Berenberg Bank. Die Aktien seien ungeachtet ihrer jüngsten Rally immer noch attraktiv bewertet, hieß es.

Anteilseigner von Auto1 (AUTO1 Group SE) aus der Zeit vor dem Börsengang des Online-Gebrauchtwagenhändlers haben sich Kreisen zufolge von einem großen Aktienpaket getrennt. Auf Tradegate rutschten die Papiere um fast dreieinhalb Prozent zum Xetra-Schluss ab./ajx/jha/

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