Aktien Frankfurt Ausblick: Leicht schwächer vor EZB-Entscheidungen


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FRANKFURT (dpa-AFX) - Vor den Entscheidungen der Europäischen Zentralbank (EZB) dürfte es am Donnerstag am deutschen Aktienmarkt relativ ruhig zugehen. Der X-Dax (DAX 30) signalisierte für den deutschen Leitindex Dax rund eine Dreiviertelstunde vor dem Handelsstart ein Minus von 0,3 Prozent auf 13 300 Zähler. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 (EURO STOXX 50) wird ähnlich erwartet.

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Tags zuvor hatte der Dax einmal mehr versucht, sich deutlicher von der seit Wochen umkämpften Marke von 13 300 Punkten abzusetzen. Aber bei 13 454 Punkten wurde er direkt wieder ausgebremst; nur wenige Punkte unter seinem Zwischenhoch vom September.

Gespannt wird nun auf neue geldpolitische Impulse der EZB gewartet. Am frühen Nachmittag, so die einhellige Einschätzung von Ökonomen, wird die Zentralbank ihre Geldpolitik noch etwas weiter lockern. Im Kampf gegen die Folgen der zweiten Welle der Corona-Pandemie dürfte sie gleich an mehreren Stellschrauben drehen. Notenbankchefin Christine Lagarde hatte bereits während der Sitzung im Oktober eine "Rekalibrierung" der Geldpolitik angekündigt.

Die Brexit-Zitterpartie geht derweil weiter. Im Ringen um einen Handelspakt haben sich die Europäische Union (EU) und Großbritannien eine letzte Frist gesetzt. Spätestens bis zum Sonntagabend solle eine Entscheidung fallen, twitterte EU-Kommissionschefin Ursula von der Leyen nach einem gemeinsamen Abendessen mit dem britischen Premier Boris Johnson in Brüssel.

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Unter den Einzelwerten dürften Anleger ihr Interesse auf Unternehmen richten, die ihre Jahresziele angehoben haben, sowie das Thema Verkäufe und Analysteneinschätzungen. Der Kochboxenversender HelloFresh etwa hob angesichts eines ungebremsten Booms nun schon zum fünften Mal in diesem von der Corona-Krise geprägten Jahr seine Prognosen an. Auch für das kommende Jahr zeigt sich das Management zuversichtlich. Allerdings ist das in Aussicht gestellte Wachstum deutlich geringer als 2020. Die Aktie legte auf der Handelsplattform Tradegate im Vergleich zum Xetra-Börsenschluss zu.

Auch der Nutzfahrzeugzulieferer JOST Werke hob seine Schätzungen für das laufende Jahr an, und das sowohl für den Umsatz als auch das operative Marge (bereinigtes Ebit). Anleger honorierten dies bereits vor dem Handelsstart.

Aus dem MDAX wurde gemeldet, dass der Verkauf des Waferherstellers Siltronic an den taiwanesischen Konkurrenten Globalwafers voran kommt. Das beflügelte auf Tradegate den Aktienkurs. Die Unternehmen unterschrieben - wie Ende November in Aussicht gestellt - eine Fusionsvereinbarung. Der Großaktionär WACKER CHEMIE sicherte vertraglich zu, seinen knapp 31-prozentigen Anteil an Siltronic abzugeben, was knapp 1,2 Milliarden Euro in die Kasse spülen wird. Globalwafers kündigte zugleich an, dass das freiwillige Übernahmeangebot wohl eine Mindestannahmeschwelle von 65 Prozent haben werde.

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Zum Thema Analystenurteile gab es Spannendes von der Societe Generale sowie von Morgan Stanley und Jefferies. So startete die SocGen die Bewertung für deutsche Immobilien-Aktien und stufte dabei Vonovia (Vonovia SE (ex Deutsche Annington)) und LEG (LEG Immobilien) Immobilien mit "Buy" ein. Beide legten auf Tradegate daraufhin zu. Jefferies äußerte sich positiv zu Salzgitter und hob die Aktie auf "Buy". Zugleich allerdings senkte die US-Bank Morgan Stanley sie auf "Underweight", ebenso wie auch die Aktie der Software AG (Software). Während die Salzgitter-Papiere sich auf Tradegate kaum verändert zeigten, waren die der Software-Aktie sehr schwach./ck/jha/

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