Aktien Frankfurt Ausblick: Schwach nach Turbulenzen am Ölmarkt
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FRANKFURT (dpa-AFX) - Unter dem Eindruck der Turbulenzen am Ölmarkt dürfte sich der Dax (DAX 30) am Dienstag dem schwächeren Trend an der Wall Street und in Asien anschließen. Eine Stunde vor Beginn des Xetra-Handels signalisierte der X-Dax als Indikator für den deutschen Leitindex einen Abschlag von 1,83 Prozent auf 10 481 Punkte. Der EuroStoxx 50 (EURO STOXX 50) wurde 2,2 Prozent tiefer erwartet mit.
Im US-Leitindex Dow Jones Industrial (Dow Jones 30 Industrial) waren dem Zwischenhoch vom Freitag zunächst keine Anschlusskäufe gefolgt, sondern er rutschte wieder deutlich unter 24 000 Punkte. Der Dax war derweil mehrfach an der Marke von 10 700 Punkten abgeprallt.
Sorgen machen den Anlegern die Turbulenzen mit historischen Verlusten am Ölmarkt. Angebot und Nachfrage klaffen derzeit stark auseinander. Die Corona-Pandemie legt die ohnehin schon in billigem Öl schwimmende US-Wirtschaft lahm - der Bedarf an dem Rohstoff sinkt dadurch kräftig. Die Öllager drohen überzulaufen. Sollte nun die US-Ölindustrie mit ihren vielen kleineren Unternehmen noch stärker unter Druck geraten, fürchten Experten eine Pleitewelle, die womöglich auch die Finanzbranche belasten könnte.
Am Vortag war der Preis für ein Barrel Rohöl (159 Liter) der amerikanischen Ölsorte WTI zur Lieferung im Mai auf unter Null gesunken. Das bedeutet, Käufer werden bei der Abnahme des Öls Geld erhalten. Zuletzt zeichnete sich allerdings eine Beruhigung am Ölmarkt ab. Der Ölpreis zeige eindrucksvoll, wie schlecht es um die Wirtschaft bestellt ist und dass es wirtschaftlich keine schnelle Erholung geben werde, kommentierte Portfolio-Manager Thomas Altmann von QC Partners.
Neben den Verwerfungen am Ölmarkt kommen aktuell auch noch Spekulationen über die politische Entwicklung in Nordkorea ins Spiel, da der Machthaber des Landes, Kim Jong Un, sich Berichten zufolge nach einer Operation in kritischem Zustand befindet.
Aus dem Dax berichtet an diesem Dienstag der Softwarekonzern SAP (SAP SE) mit endgültigen Zahlen über die Entwicklung im ersten Quartal. Aus dem MDAX kommen Zahlen vom Labor- und Pharma-Ausrüster Sartorius (Sartorius vz). Im Verlauf steht am Vormittag außerdem der ZEW-Konjunkturindex an, der laut Experten deutlich sinken dürfte.
Die endgültigen Kennziffern von SAP hätten den vorläufigen entsprochen, sagte ein Händler. Überraschend sei vielmehr, dass Jennifer Morgan als Co-Vorstandschefin den Konzern per Ende April verlassen wird und somit Christian Klein der alleinige Vorstandschef sei. Auf der Handelsplattform Tradegate gaben die SAP-Papiere um 2,7 Prozent zum Xetra-Schluss nach.
Die Zahlen von Sartorius nannte ein Börsianer besser als erwartet. Er warnte aber vor möglichen Gewinnmitnahmen. Auf Tradegate ging es für die Anteile um 0,4 Prozent nach unten zum Xetra-Schluss.
Vorbörslich nach unten mit 1,8 Prozent auf Tradegate ging es für die Anteile des Medizin- und Sicherheitstechnik-Herstellers Drägerwerk nach einer Kapitalerhöhung./ajx/mis
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