Aktien Frankfurt Ausblick: Schwacher Start in den September erwartet


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FRANKFURT (dpa-AFX) - Nach dem sehr schwachen August dürfte der Start in den September für den Dax (DAX 40) zunächst nicht viel besser werden. Der X-Dax als Indikator für den deutschen Leitindex signalisierte knapp eine Stunde vor dem Auftakt einen Abschlag von 0,58 Prozent auf 12 761 Punkte. Den Kontakt zur runden Marke von 13 000 Punkten scheint er damit vorerst zu verlieren: Nach einem August-Minus von fast fünf Prozent rückt das Anfang Juli markierte Jahrestief bei 12 391 Punkten näher.

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Die hohe Inflation ist Hauptbelastungsfaktor für die Märkte. Sie stellt die Notenbanken vor Herausforderungen und drängt sie zu weiteren Zinserhöhungen. Diese schüren die Sorgen vor einer wirtschaftlichen Abkühlung und einer Rezession. Die Vorgaben von den Überseebörsen sind unter diesen Umständen negativ: Sowohl in den USA als auch in Asien standen die Indizes tiefer.

Aus China kamen am Donnerstag schwache Wirtschaftsdaten mit dem Caixin-Index, der nach einigen Monaten der Expansion unter 50 Punkte und damit in die Kontraktionszone zurückfiel. Zudem verhängten die chinesischen Behörden wegen eines Corona-Ausbruchs erneut eine Ausgangssperre, diesmal in der südwestchinesischen Metropole Chengdu. Dies nährt die Sorge davor, dass sich die Pandemie einmal mehr auf die Lieferketten auswirkt.

Am Tag bevor der wegweisende Arbeitsmarktbericht aus den USA kommt, warten Anleger nun auf neue Indizien für die konjunkturelle Entwicklung. "Heute stehen eindeutig die US-Zahlen im Vordergrund", schrieb die LBBW am Morgen. Beim ISM-Einkaufsmanagerindex für die Industrie, der am Nachmittag europäischer Zeit kommt, erwartet der Ökonom Jens-Oliver Niklasch von der Landesbank einen Rückgang um einen Indexpunkt auf 51,8 Punkte.

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Laut dem Marktbeobachter Michael Hewson von CMC Markets dürfte unternehmensseitig der Chipsektor stärker im Fokus stehen, weil sich der Technologiestreit zwischen China und den USA offenbar verschärft. So informierte der Chipkonzern NVIDIA über neue Exportauflagen für bestimmte Hochleistungschips nach China. Dies belastete außerbörslich deutlich die Aktien des US-Konzerns, die Entwicklung ließ aber auch die Anleger des deutschen Chipkonzerns Infineon nicht kalt. Vorbörslich gaben dessen Papiere um knapp ein Prozent nach.

Ansonsten stehen am Donnerstag Analysteneinstufungen im Fokus. Von JPMorgan gehen sie für zwei Kapitalgüterunternehmen in unterschiedliche Richtungen: GEA wurde abgestuft auf "Underweight" in Erwartung einer verlangsamten Auftragsentwicklung im zweiten Halbjahr, hier sanken die Papiere vorbörslich um drei Prozent.

Kion (KION GROUP) dagegen empfiehlt der JPMorgan-Analyst Akash Gupta jetzt mit "Overweight", weil er mittelfristig ein attraktives Kurspotenzial für den Lagertechnik-Hersteller sieht. Hier ging der Kurs vorbörslich um zwei Prozent nach oben./tih/mis

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