Aktien Frankfurt Ausblick: Schwankungsreicher Handel erwartet


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FRANKFURT (dpa-AFX) - Nach der Panik am Montag und einer ausgeprägten Berg- und Talfahrt am Dienstag dürfte der deutsche Aktienmarkt zur Wochenmitte weiter stark schwanken und verlustanfällig bleiben. Die Coronavirus-Krise mit ihren bislang unabsehbaren Folgen für die Weltwirtschaft verunsichert stark, zumal in Europa die Zahl der Infizierten stark steigt und die Bewegungsfreiheit und das öffentliche Leben zusehends einschränkt sind.

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Hoffnungen der Marktteilnehmer richten sich nun unter anderem auf die Europäische Zentralbank. Die Bank of England senkte bereits am Mittwoch den Leitzins überraschend um 0,5 Prozentpunkte. Die Europäische Union will zudem mit 25 Milliarden Euro die Wirtschaft gegen die schlimmsten Folgen der Virus-Epidemie abstützen.

Eine Dreiviertelstunde vor dem Börsenstart am Mittwoch signalisiert der X-Dax als vorbörslicher Indikator für den deutschen Leitindex (DAX 30) eine Stabilisierung mit einem Plus von rund einem Prozent auf 10 560 Punkte. Der EuroStoxx 50 (EURO STOXX 50) wird ähnlich erwartet. An Asiens Börsen ging es derweil deutlich abwärts.

Erste politische Maßnahmen seien zwar nun beschlossen, "fraglich ist aber, ob dies ausreichend Unterstützung für betroffene Branchen und Unternehmen liefern kann", sagte Analyst Ulrich Wortberg von der Helaba. "Notenbanken scheinen zwar agiler zu sein, sie können aber nicht zielgenau agieren", fügte er hinzu. Die Erwartungen seien dennoch hoch. So werde am Donnerstag etwa fest mit einer Reduzierung des EZB-Einlagensatzes gerechnet.

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Am Vortag hatte der Dax nach zeitweise kräftigen Erholungsgewinnen von um die vier Prozent im Handelsverlauf wieder ins Minus gedreht und damit an die steile Talfahrt vom Montag angeknüpft. Zu Wochenbeginn hatte das deutsche Börsenbarometer mit einem Minus von fast 8 Prozent den größten Verlust seit 9/11 erlebt. Der Verlust seit dem Ausbruch der Coronavirus-Panik an den Finanzmärkten am 24. Februar summiert sich aktuell auf rund 3100 Punkte oder fast 23 Prozent.

Einzelwerte dürften erneut wohl eine eher untergeordnete Rolle spielen. Ihre Quartalszahlen legten am Morgen Adidas, Hannover Rück, der Bremsenspezialist Knorr-Bremse und der Chemiekonzern Lanxess vor.

Der Sportartikelkonzern adidas erwartet für das laufende Jahr ein weiteres Gewinnwachstum. Allerdings steht die Prognose wegen des neuartigen Coronavirus unter Vorbehalt. Auf Tradegate gab das Papier um 0,7 Prozent nach.

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Um 1,7 Prozent legte dagegen die Aktie der Hannover Rück auf Tradegate vorbörslich zu. Der weltweit drittgrößte Rückversicherer will nach einem Gewinnsprung erneut mehr Geld an seine Aktionäre ausschütten und schlägt eine Dividende von 5,50 Euro je Aktie vor. An seinen Gewinnplänen für 2020 machte Vorstandschef Jean-Jacques Henchoz trotz der Coronavirus-Epidemie und den von ihr ausgelösten Turbulenzen an den Finanzmärkten keine Abstriche.

Knorr-Bremse (Knorr-Bremse) ist wegen der Coronavirus-Krise vorsichtig und blickt verhalten auf 2020. Einem Händler zufolge sind jedoch die vorgelegten Quartalszahlen "in einem normalen Markt ausreichend für eine Erholung der Aktie". Er hob vor allem den Auftragseingang positiv hervor sowie die etwas besser als erwartete operative Ertragskraft im abgelaufenen Jahr. Die Papiere haben seit Mitte Februar, als an den Börsen allmählich Sorgen wegen der zunehmenden Ausbreitung der Coronavirus-Epidemie aufkamen, fast ein Viertel an Wert verloren. Auf Tradegate ging es um rund 2 Prozent hoch.

Vorsichtig wegen der Virus-Krise ist auch der Spezialchemiekonzern LANXESS, der 2020 nun mit einem Gewinnrückgang rechnet./ck/jha/

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