Aktien Frankfurt Ausblick: Stabilisierung - K+S und Thyssenkrupp vor Kursrutsch


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FRANKFURT (dp-AFX) - Nach der jüngsten Schwäche steuert der Dax (DAX 30) am Donnerstag auf eine Stabilisierung zu. Knapp eine Stunde vor dem Xetra-Start signalisierte der X-Dax als Indikator für den deutschen Leitindex bei 13 909 Punkten - eine gegenüber dem Vortagsschluss fast unveränderte Eröffnung. In der vergangenen Woche hatte er bei 14 169 Punkten noch einen Rekord erreicht, Anschlussgewinne waren jedoch ausgeblieben. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 (EURO STOXX 50) wird am Donnerstag knapp im Minus erwartet.

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An der Wall Street hatte es der Dow Jones Industrial (Dow Jones 30 Industrial) zwar am Vortag erneut auf eine neue Bestmarke geschafft. Doch auch dort zögern die Anleger auf dem hohem Niveau mit Käufen. Die Indizes der Technologiebörse Nasdaq waren zwischenzeitlich ein weiteres gutes Stück von ihren Rekorden zurückgekommen, hatten die Verluste bis zum Handelsende aber eingedämmt.

Die Anleger beschäftige weiter der Zinsanstieg am Anleihenmarkt bei einem gleichzeitig weniger attraktiven Bewertungsniveau an den Aktienmärkten, erklärte ein Marktstratege. Gleichzeitig bessere sich aber die Pandemie-Lage weiter und es herrsche Optimismus für ein Ende der Lockdown-Maßnahmen. Im Sitzungsprotokoll der US-Notenbank Fed gab es zudem keinen Hinweis auf eine baldige Änderung der lockeren Geldpolitik.

Bei K+S (K+S) müssen sich die Anleger auf heftige Kursverluste einstellen: Die Aktien brachen auf der Handelsplattform Tradegate vorbörslich um rund 16 Prozent ein, nachdem bekannt geworden war, dass die Finanzaufsichtsbehörde Bafin eine Prüfung des Konzernabschlusses zum Ende 2019 veranlasst hat. Konkret geht es um den Verdacht, dass der Düngerkonzern einen notwendigen Wertminderungsbedarf falsch und in Teilen zu spät angesetzt haben könnte. K+S geht davon aus, den Verdacht der Bafin entkräften zu können.

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Thyssenkrupp (thyssenkrupp)-Aktien sackten angesichts der gescheiterten Verkaufspläne für die Stahlsparte um knapp elf Prozent ab. Die diesbezüglichen Gespräche des Industriekonzerns mit Liberty Steel wurden erfolglos beendet. Nun komme es zu weiteren Gewinnmitnahmen in den zuletzt auf das höchste Niveau seit Anfang 2020 vorangepreschten Aktien, erklärten Börsianer. Ein Händler erinnerte allerdings daran, dass ein Verkauf nur eine von mehreren Optionen für die Sparte gewesen sei. Das Ausmaß der Kursverluste stellt er daher in Frage.

Auch die Geschäftszahlen des Triebwerksbauers MTU (MTU Aero Engines) stießen bei den Anlegern auf wenig Begeisterung, wie das vorbörsliche Kursminus von zweieinhalb Prozent zeigte. Der Batteriekonzern Varta schnitt im vergangenen Jahr besser als erwartet ab und will erstmals seit dem Börsengang 2017 wieder eine Dividende zahlen. Die Aktien verloren dennoch mehr als vier Prozent./gl/mis

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