Aktien Frankfurt Ausblick: US-Zollpaket bringt Verluste - 'Ende des Freihandels'


Aktien Frankfurt Ausblick: US-Zollpaket bringt Verluste - 'Ende des Freihandels'
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FRANKFURT (dpa-AFX) - Die Zollankündigungen von US-Präsident Donald Trump dürften am Donnerstag in den Kursen deutscher Aktien tiefe Spuren hinterlassen. Für den DAX zeichnen sich wegen der Konjunktursorgen, die mit dem Zollpaket einhergehen, kräftige Verluste ab. So signalisierte der X-DAX für den deutschen Leitindex eine Stunde vor dem Xetra-Start ein Minus von 2,4 Prozent auf 21.857 Zähler.

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Damit dürfte der Dax auf den tiefsten Stand seit Anfang Februar rutschen. Der EuroStoxx 50 wird am Donnerstag ebenfalls mit einem Abschlag von rund zweieinhalb Prozent erwartet. Sichere Anlagehäfen wie Gold und Staatsanleihen werden hingegen gekauft.

Wochenlang hatte US-Präsident Donald Trump mit einem umfassenden XXL-Zollpaket gedroht. Seine am Vorabend präsentierten Pläne sind nicht nur komplex, sondern auch beispiellos in ihrem Umfang. Die Börsen reagieren darauf weltweit mit hohen Verlusten.

Stephen Dover, Marktstratege bei Franklin Templeton, sprach vom Ende der Freihandelsära. Die Zölle von Trump seien insgesamt viel höher als erwartet. Das Vorgehen der USA werde weltweit Wachstum kosten, kommentierte der Portfolio-Manager Thomas Altmann von QC Partners. Noch schienen zwar Verhandlungen und Deals möglich. Ob, wie schnell und mit welchen Zugeständnissen diese aber gelten könnten, sei zum jetzigen Zeitpunkt vollkommen offen.

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Die USA belegen ab Samstag Einfuhren aus allen Ländern pauschal mit Zöllen von zehn Prozent. Zudem kündigte die US-Regierung einen komplexen Mechanismus wechselseitiger Zölle an, der für viele Länder höhere Abgaben vorsieht. Für die Europäische Union heißt das, dass Exporte ihrer Mitgliedsländer in die Vereinigten Staaten ab kommender Woche mit einem Zoll von 20 Prozent belegt werden.

Unter Druck gerieten am Donnerstagmorgen so ziemlich alle Branchen. Schwer traf es unter anderem Autobauer, aber Chemiewerte und Aktien wie die von Adidas.

Siemens (Siemens) übernimmt derweil den Anbieter von Forschungs- und Entwicklungssoftware im Bereich Life Sciences, Dotmatics. Der Kaufpreis liege bei 5,1 Milliarden US-Dollar. Die Übernahme sei sinnvoll, aber nicht billig, hieß es dazu von der RBC. Die Siemens-Aktien verloren vorbörslich auf Tradegate gut zweieinhalb Prozent zum Xetra-Schluss. Einem Händler zufolge könnte Siemens zudem Aktienpakete von Siemens Energy und Siemens Healthineers platzieren, um den Deal zu finanzieren.

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Der Leasinganbieter GRENKE startete trotz des schwierigen konjunkturellen Umfelds mit mehr Neugeschäft in das Jahr. Vorbörslich gewannen die Papiere auf Tradegate über 3 Prozent zum Xetra-Schluss. Zudem fand Grenke für sein Factoringgeschäft einen Käufer.

LEG Immobilien (LEG Immobilien) und JENOPTIK gerieten auf Tradegate nach Abstufungen von Analysten deutlich unter Druck./ajx/mis

Bildquellen: PhotoSTS / Shutterstock.com

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