Aktien Frankfurt Ausblick: Verhaltener Auftakt nach Verkaufswelle
FRANKFURT (dpa-AFX) - Nach dem Ausverkauf zum Wochenstart dürfte der deutsche Aktienmarkt am Dienstag stabil eröffnen. Der X-Dax (DAX 30) als Indikator für den deutschen Leitindex signalisierte rund eine Stunde vor Handelsstart ein knappes Plus von 0,10 Prozent auf 11 671 Punkte. Am Vortag hatte das wichtigste deutsche Börsenbarometer 1,8 Prozent eingebüßt. Der EuroStoxx 50 (EURO STOXX 50) als Leitindex der Eurozone wird am Dienstagmorgen 0,2 Prozent höher erwartet.
Der Handelskrieg zwischen den USA und China eskaliert derweil weiter: Die US-Regierung brandmarkte China offiziell als ein Land, das den Kurs seiner Währung manipuliert, um sich damit unfaire Vorteile im internationalen Wettbewerb zu sichern. China hatte am Montag seine Währung Yuan abgewertet.
Die Nervosität der Investoren nimmt daher stark zu: Der S&P 500 Vix, ein Gradmesser für die Schwankungsintensität von US-Werten, stieg am Vortag auf den höchsten Stand seit Ende vergangenen Jahres. "Die Sorgen um den Handel drücken weltweit auf die Stimmung", sagte Analystin Katherine Alexakis von der Investmentbank Goldman Sachs. Die Börsen in Tokio, Shanghai und Seoul meldeten am Morgen ebenfalls Kursverluste.
Unter den Einzelwerten dürften die Aktien der Deutschen Post (Deutsche Post) im Anlegerfokus stehen. Im vorbörslichen Geschäft auf der Handelsplattform Tradegate stiegen sie im Vergleich zum Xetra-Schlusskurs vom Vortag um 1,8 Prozent. Der Logistikkonzern erhöhte sein Ergebnisziel (Ebit) für das Gesamtjahr.
Das Umsatzwachstum des Konsumgüterkonzerns Beiersdorf schwächte sich im zweiten Quartal wie erwartet ab. Das Konsumentengeschäft mit der Marke Nivea legte dabei deutlich stärker zu als die Klebstoffsparte Tesa. Die Jahresprognose wurde bestätigt. Beiersdorf-Anteilscheine gewannen auf Tradegate 0,6 Prozent.
Der sich derzeit im Umbau befindende Maschinenbauer GEA hält trotz eines Ergebnisrückgangs im zweiten Quartal an seinen Jahreszielen fest. Die Gea-Papiere verloren auf Tradegate 1,8 Prozent.
Der Verbindungstechnik-Spezialist Norma Group (NORMA Group SE) hat die Schwäche der Automärkte im zweiten Quartal deutlich zu spüren bekommen. Unter dem Strich ging der Überschuss um 32 Prozent zurück. Der Autozulieferer hatte Mitte Juli seine Umsatz- und Profitabilitätsziele für das laufende Jahr gekappt. Der verdüsterte Ausblick wurde nun bestätigt. Norma-Aktien fielen auf Tradegate um 0,7 Prozent.
Der Batteriekonzern Varta hob nach einem starken ersten Halbjahr seine Prognosen erneut an. Varta-Papiere zeigten sich auf Tradegate zuletzt kaum verändert./edh/jha/
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