Aktien Frankfurt: Dax bleibt im schwierigen Fahrwasser


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FRANKFURT (dpa-AFX) - Der Dax ist am Donnerstagnachmittag bereits vor der Zinsentscheidung der Europäischen Zentralbank (EZB) ins Minus gerutscht. Nach dem Entscheid dämmte der Leitindex den Verlust dann etwas ein auf zuletzt 0,15 Prozent mit 11 543,35 Punkten. Mit einer Stabilisierung nach seinen hohen Vortagesverlusten im Zuge der Verschärfung der Corona-Krise tut sich der Dax schwer.

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Die EZB hält sich derweil in der Corona-Krise weitere Notfallmaßnahmen offen. Zunächst bleiben aber sowohl das milliardenschwere Anleihenkaufprogramm als auch die Zinsen unverändert. Notenbank-Präsidentin Christine Lagarde hatte jedoch kürzlich betont: "Wenn mehr getan werden muss, werden wir mehr tun."

Am Mittwoch war der Dax unter die runde Marke von 12 000 Punkten gesunken und anschließend weiter abgesackt bis auf zeitweise 11 457 Punkte und damit den tiefsten Kurs seit Ende Mai. Auslöser war die Furcht vor weiteren Lockdowns in Europa, die Länder wie Deutschland und Frankreich inzwischen auch beschlossen haben.

Der MDAX der 60 mittelgroßen Börsentitel verbuchte am Donnerstagnachmittag einen Abschlag von 0,32 Prozent auf 25 801,58 Punkte. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 (EURO STOXX 50) verlor 0,7 Prozent.

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Die Bilanzsaison ging am Donnerstag munter weiter. Aus dem Dax waren Volkswagen (Volkswagen (VW) vz), der Triebwerksbauer MTU (MTU Aero Engines), der Gesundheitskonzern Fresenius (Fresenius SECo) und dessen Dialysetochter Fresenius Medical Care (FMC) (Fresenius Medical Care) an der Reihe. Die Fresenius-Anteile waren zunächst mit deutlichem Plus weit vorne, drehten dann aber ins Minus und verloren zuletzt weit hinten im Dax mehr als zweieinhalb Prozent. Auch FMC drehten ins Minus, aktuell stehen sie 0,9 Prozent tiefer. Am Markt war gleichwohl die Rede von einem guten Quartal der beiden Konzerne.

Volkswagen reagierten auf ihr Zahlenwerk mit plus 2,7 Prozent und erholten sich von ihren jüngsten Verlusten. MTU steuert zwar weiter mit schwarzen Zahlen durch die Pandemie, der Erholungsversuch der Papiere am Morgen fand aber schnell ein Ende. Am Nachmittag waren sie mit minus 4,1 Prozent das Schlusslicht im Dax. MTU zählen zu den Corona-Krisenverlierern am deutschen Aktienmarkt. Anders Delivery Hero, die erneut bester Dax-Wert waren mit plus 4,5 Prozent. Die Krisengewinner-Aktie des Essenslieferanten hatte bereits am Vortag von einer Prognoseanhebung merklich profitiert.

Am MDax-Ende (MDAX) ragten Aixtron (AIXTRON SE) mit hohen Kursverlusten von fast 17 Prozent negativ heraus. Der LED- und Chipindustrieausrüster blickt nach dem dritten Quartal etwas vorsichtiger auf den Umsatz im Gesamtjahr. Auf der Gegenseite gewannen die Titel des Bausoftware-Herstellers Nemetschek (Nemetschek SE) nach einer Anhebung der Jahresprognose mehr als zehn Prozent. Carl Zeiss Meditec rutschten am Nachmittag nach Quartalszahlen um 4,4 Prozent ab.

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Spannung versprechen zudem die am Abend nach US-Börsenschluss anstehenden Zahlen der US-Technologieriesen Apple, Amazon, Alphabet (Alphabet A (ex Google)) und Facebook. Ihre Kursgewinne in den vergangenen Monaten hatten einen Großteil zur Börsenrally beigetragen.

Der Euro kostete zuletzt 1,1708 US-Dollar. Die Europäische Zentralbank EZB hatte den Referenzkurs am Mittwochnachmittag auf 1,1727 Dollar festgesetzt. Am Rentenmarkt verharrte die Umlaufrendite auf minus 0,64 Prozent. Der Rentenindex Rex (REX Gesamt Kursindex) sank um 0,01 Prozent auf 146,59 Punkte. Der Bund-Future stieg um 0,10 Prozent auf 176,28 Punkte./ajx/fba

--- Von Achim Jüngling, dpa-AFX ---

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