Aktien Frankfurt: Dax bleibt mit Gewinnen am Rekordhoch dran


Aktien Frankfurt: Dax bleibt mit Gewinnen am Rekordhoch dran
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FRANKFURT (dpa-AFX) - Beim DAX dürfen die Anleger am Donnerstag mit einer Fortsetzung der Rekordserie liebäugeln. Mit guten Vorgaben aus Asien und gemilderten Zinssorgen im Rücken legte der Leitindex zu, blieb aber noch unter der Bestmarke von 26.573 Zählern. Stützend wirkt auch, dass der Anstieg der Ölpreise eine Pause machte. Tatsächlich bleibt die Lage im Iran-Krieg aber weiter unklar.

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Gegen Mittag legte der Dax um ein halbes Prozent auf 26.465 Punkte zu. Ihm fehlten dabei noch gut hundert Punkte zum Rekord, in dessen Folge es am Mittwochnachmittag vorübergehend zu Gewinnmitnahmen gekommen war. In der zweiten deutschen Börsenreihe gab der MDAX am Donnerstag allerdings um 0,1 Prozent auf 32.311 Zähler nach.

Am Markt hieß es, gepaart mit den schwachen Arbeitsmarktdaten der Vorwoche gebe eine gesunkene Inflationsrate der US-Notenbank mehr Spielraum, ihre Geldpolitik beizubehalten. "Das Glas ist damit heute Morgen halb voll und nicht halb leer", schrieb Marktbeobachter Jürgen Molnar vom Broker Robomarkets. "Solange von der Zinsseite kein neuer Gegenwind kommt, spricht wenig dafür, dass die Käufer plötzlich die Segel streichen."

In Deutschland lag der Fokus auf dem weiteren Verlauf der Berichtssaison, nun allerdings mit starker Konzentration auf Nebenwerte. Aus dem Dax konnte nur der Versorger RWE mit finalen Zahlen aufwarten, die ohne große Neuigkeiten blieben. Mit 0,3 Prozent Plus lagen die Aktien zuletzt im Dax-Mittelfeld. Laut dem Goldman-Sachs-Experten bringt der Bericht "aber die Saat für weitere Wachstumsbeschleunigung" aus.

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Eine Dax-Stütze waren die Papiere von Rheinmetall in einem guten Rüstungsumfeld, das von zwei Nebenwerten geprägt wurde. Um 12 Prozent schnellten die im SDax enthaltenen Titel von Vincorion nach oben. Sie folgten damit der Tatsache, dass der Rüstungszulieferer jetzt etwas optimistischer auf den Jahresumsatz blickt. David Perry von JPMorgan lobte, das zweite Quartal sei stark gewesen.

Im MDax knüpften die TKMS(TKMS thyssenkrupp Marine Systems)-Aktien mit zehn Prozent Plus an ihre vom Ausblick getriebene Vortagsrally an, nachdem sie vom US-Analysehaus Bernstein auf "Outperform" hochgestuft wurden. Der Experte Adrien Rabier glaubt an kräftig steigende Analystenschätzungen. Der TKMS-Rally ein Stück nach oben folgen konnten die Papiere des Mutterkonzerns thyssenkrupp, der mit seinen eigenen Ergebnissen auf eher skeptische Stimmen stieß.

Mit mehr als sieben Prozent kräftig unter Druck gerieten im MDax aber die Papiere von LANXESS, nachdem sie von der Berenberg Bank zum Verkauf empfohlen wurden. "Nicht viel Wachstum, aber zu hohe Schulden", titelte Sebastian Bray in seinem Urteil über den Spezialchemiekonzern. Die Markterwartungen bezüglich einer Gewinnerholung hält er für zu optimistisch.

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Die Berichtssaison konzentrierte sich am Donnerstag stark auf den Kleinwerte-Index SDAX - mit Licht und Schatten. Neben Vincorion konnten noch die Anleger des Autovermieters Sixt (Sixt SE Vz) und des IT-Sicherheitsunternehmens Secunet Security (secunet Security Networks) deutlichere Kursgewinne von 2,6 respektive fünf Prozent einstecken.

Die Liste der SDax-Verlierer war nach vorgelegten Resultaten aber auch lang. Zwischen 1,9 und 6,5 Prozent ging es bei grenke, Eckert & Ziegler (EckertZiegler), Energiekontor sowie Evotec (EVOTEC SE) bergab. HelloFresh reduzierte den Kursverlust auf 0,4 Prozent, nachdem der Kochboxenversender sein Umsatzziel am unteren Endes der Spanne präzisierte.

Im Nachgang der Zahlen vom Vortag waren im SDax die Titel von Indus Holding (INDUS) noch sehr begehrt. Nach einer Kaufempfehlung der Privatbank Metzler und einem hohen Kursziel, das von Warburg Research genannt wurde, zogen sie um bis zu zehn Prozent an. Der Metzler-Experte Victor Beyer attestierte der Beteiligungsgesellschaft Verbesserungen im gesamten Portfolio./tih/stk

Bildquellen: Julian Mezger für Finanzen Verlag

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