Aktien Frankfurt: Dax dreht ins Plus - Deutlicher Wochegewinn winkt


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FRANKFURT (dpa-AFX) - Der Dax (DAX 40) hat am Freitag seine Anfangsverluste weggewischt und ins Plus gedreht. Gegen Mittag notierte der Leitindex 0,17 Prozent höher bei 13 269,29 Punkten. Auf Wochensicht deutet sich damit ein Gewinn von gut 3 Prozent an. Der MDAX der mittelgroßen Börsenunternehmen verlor am Freitagvormittag 0,52 Prozent auf 26 518,15 Zähler. Für den Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 (EURO STOXX 50) ging es um rund 0,1 Prozent nach oben.

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Am Donnerstag hatte die Europäische Zentralbank (EZB) angesichts der rekordhohen Inflation die Leitzinsen um 0,5 Prozentpunkte angehoben und damit stärker, als viele prognostiziert hatten. Damit hätten die Währungshüter ein Zeichen gesetzt und "das durch ihr zögerliches Handeln verlorengegangene Vertrauen in Teilen wieder zurückgewonnen, ihre Glaubwürdigkeit und damit auch den Euro gestärkt", kommentierte Kapitalmarktstratege Jürgen Molnar von RoboMarkets.

Die Aktien von Ceconomy (Ceconomy St) brachen nach enttäuschenden Quartalszahlen und einem verschlechterten Ausblick des Elektronikhändlers um fast 24 Prozent ein auf den tiefsten Stand seit Mai 2020. Ceconomy bekam das eingetrübte Konsumklima im dritten Geschäftsquartal zu spüren und senkte deshalb seine Jahresziele. Zudem habe das Unternehmen prognostiziert, dass das schwache Umfeld über das laufende Jahr hinaus anhalten wird, monierte ein Händler. Analyst Volker Bosse von der Baader Bank sprach von schwachen Eckdaten.

Halbjahreszahlen und neue Prognosen von Delivery Hero für das laufende Jahr lösten eine Kursrally von plus 12 Prozent aus. Zudem will der Essenslieferdienst einen Teil seiner 2024 fälligen Wandelanleihen zurückkaufen. Die Aktien schnellten zeitweise um mehr als 20 Prozent nach oben auf fast 50 Euro, erreichten den höchsten Stand seit Anfang März und setzten damit die leichte Erholung der vergangenen Wochen dynamisch fort.

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Im Fokus stehen weiterhin die Aktien von Uniper, die zuletzt um knapp 4 Prozent stiegen. Die Bundesregierung und der angeschlagene Energiekonzern haben sich auf ein milliardenschweres Rettungspaket geeinigt. Das Stabilisierungspaket sieht eine Kapitalerhöhung von rund 267 Millionen Euro unter Ausschluss des Bezugsrechts der Aktionäre vor. Dies führt zu einer Beteiligung des Bundes an Uniper von rund 30 Prozent. Außerdem wird die bisherige KfW-Kreditlinie von 2 Milliarden auf 9 Milliarden Euro erhöht.

Die Anteilsscheine von Nagarro (Nagarro SE) verteuerten sich um 6,7 Prozent und waren damit Spitzenreiter im SDAX. Der IT-Dienstleister hob zum zweiten Mal im laufenden Jahr sein Umsatzjahresziel an. Die Profitabilität (Ebitda-Marge) dürfte aber auf Jahressicht weiter bei 14 Prozent bleiben.

Auch einen Tag nach dem von der Norma Group (NORMA Group SE) gesenkten Gewinnziel ist der Druck auf den Aktienkurs nicht gewichen. Am Freitag sackten die Papiere um 7,6 Prozent ab und fielen auf den tiefsten Stand seit April 2020. Am Vortag hatten sie bereits 13 Prozent eingebüßt. Eine spürbare Erholung der Ergebnisse sei vorerst nicht in Sicht, bemerkte Analyst Christian Glowa von Hauck & Aufhäuser./edh/stk

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--- Von Eduard Holetic, dpa-AFX ---

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