Aktien Frankfurt: Dax gibt wegen Inflationssorgen Gewinne komplett ab


Aktien Frankfurt: Dax gibt wegen Inflationssorgen Gewinne komplett ab
Werte in diesem Artikel
Indizes

25,188.60 EUR 249.25 EUR 1 %

FRANKFURT (dpa-AFX) - Inflationssorgen in Europa haben den DAX nach einem freundlichen Handelsauftakt am Mittwoch belastet. Zur Mittagszeit stand ein kleines Minus von 0,1 Prozent auf 25.380 Punkten zu Buche. Damit bleibt der Leitindex weiter unter der gleitenden 21-Tage-Linie, die als wichtiger kurzfristiger Trendindikator gilt.

Werbung

Der MDAX der mittelgroßen Unternehmen gab zwar ebenfalls einen Teil seiner frühen Gewinne ab, hielt sich aber mit 0,4 Prozent auf 31.007 Punkte weiter im Plus.

Nach schwachen Inflationsdaten aus Spanien am Vortag und einer an diesem Morgen berichteten deutlichen Teuerung in Frankreich und deutschen Bundesländern, brachten vor allem die Daten aus Italien Druck in die Märkte. In der drittgrößten Volkswirtschaft der EU verstärkte sich die Inflation im September kräftig, und auch noch etwas deutlicher als erwartet. Auf Jahressicht stieg die Teuerung um 4,1 Prozent und liegt damit weit über dem Ziel der Europäischen Zentralbank, die auf mittlere Sicht eine Rate von zwei Prozent für den gesamten Währungsraum anstrebt.

Am Morgen noch hatten Aussagen von US-Präsident Donald Trump zur KI-Regulierung sowie positive Konjunkturdaten aus China für gute Stimmung gesorgt. "Trump hat ein unmittelbares Risiko für KI-Investments entschärft", schrieb Marktexperte Stephen Innes und verwies darauf, dass der Präsident der KI Spielraum lassen wolle. Nach Beratungen mit Branchenvertretern am Vortag habe er eine Präferenz für freiwillige Selbstverpflichtungen, Selbstregulierung und einen kleinen Aufsichtsausschuss signalisiert. "Für Investoren war die Botschaft ziemlich eindeutig: Washington hat nicht vor, einen Regulierungslaster quer auf die KI-Autobahn zu stellen, gerade während die Branche kräftig aufs Gaspedal tritt." Allerdings ist Innes selbst kritisch dazu eingestellt.

Werbung

Mit Blick auf China erleichterte, dass der Einkaufsmanagerindex (PMI) für das verarbeitende Gewerbe im August knapp über die Expansionsschwelle von 50 Punkten gestiegen war.

Vor den viel beachteten US-Inflationsdaten für August an diesem Nachmittag, die ein wichtiger Faktor für den Zinskurs der Notenbank Fed sind, zogen zudem die Ölpreise wieder an.

Unter den Einzelwerten im Dax setzte sich die BMW-Aktie an die Index-Spitze mit plus 2,3 Prozent. Die Pläne des Autobauers für die kommenden Jahre schienen den Anlegern Mut zu machen. Am Dienstag noch hatten kolportierte Aussagen vom Kapitalmarkttag im späten Handel für Nervosität gesorgt. Diese Verluste holte BMW am Mittwoch nun auf.

Werbung

Schlusslicht im Dax war das Papier der Commerzbank mit minus 2,3 Prozent auf 41,01 Euro. Analyst Benjamin Goy von Deutsche Bank Research behielt zwar sein Kursziel von 42 Euro für die Aktie bei, strich zugleich aber seine Kaufempfehlung. Viele der Kurstreiber, etwa steigende Zinseinkünfte und üppige Ausschüttungen, seien entweder bereits eingepreist oder durch die überdurchschnittliche Kursentwicklung am Markt inzwischen realisiert worden, schrieb er.

Im MDax sackten angesichts eines negativen Analystenkommentars IONOS mit minus 2,3 Prozent an das Index-Ende. Das Bankhaus Metzler nahm die Bewertung mit einem Kursziel von 28,50 Euro und der Einstufung "Sell" auf.

Im SDAX waren Asta Energy (ASTA Energy Solutions) mit minus 4,7 Prozent und LPKF (LPKF LaserElectronics) Laser mit minus 7,6 Prozent die Schlusslichter. Asta litten darunter, dass die österreichische Beteiligungsgesellschaft ETV Montana Tech 500.000 ihrer Asta-Energy-Aktien zu einem Preis von 60 Euro je Stück veräußert hat. Der Laserspezialist LPKF senkte derweil seine Jahresziele, unter anderem weil sich ein größerer Solar-Auftrag verzögert./ck/mis

--- Von Claudia Müller, dpa-AFX ---

Bildquellen: PhotoSTS / Shutterstock.com

Information


Die Handels- und Depotfunktionen in diesem Broker Cockpit werden für Finanzinstrumente von der Finanzen.net Zero GmbH als vertraglich gebundener Vermittler der DonauCapital Wertpapier GmbH (§ 3 Abs. 2 WpIG) bereitgestellt; bei Kryptowerten werden die Handels- und Depotfunktionen in diesem Broker Cockpit ausschließlich von der DonauCapital Wertpapier GmbH bereitgestellt. Die Finanzen.net GmbH stellt ausschließlich den technischen Rahmen bereit und ist in die Wertpapier- und Kryptodienstleistung nicht einbezogen.