Aktien Frankfurt: Dax legt weiter zu - Iran-Krieg und Ölpreis bleiben im Blick


Aktien Frankfurt: Dax legt weiter zu - Iran-Krieg und Ölpreis bleiben im Blick
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FRANKFURT (dpa-AFX) - Am deutschen Aktienmarkt hat sich der DAX am Mittwoch mühsam weiter nach oben gearbeitet. In einem von anhaltender Unsicherheit in puncto Iran-Krieg geprägten Umfeld hatte der Leitindex seine jüngsten Gewinne um zwischenzeitlich ein Prozent ausgebaut, bis der Schwung wieder etwas nachließ. Am frühen Nachmittag stand das Börsenbarometer noch 0,5 Prozent im Plus bei 25.147 Punkten und bewegte sich damit über der 21-Tage-Durchschnittslinie als Indikator für den kurzfristigen Trend.

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Der MDAX der mittelgroßen deutschen Unternehmen gewann zuletzt 0,6 Prozent auf 32.009 Punkte. Für den Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 ging es um 0,3 Prozent nach oben.

Die Anleger blickten bereits gen Vereinigten Staaten, wo nach dem Handelsende in New York die Berichtssaison mit den großen Tech-Unternehmen Tesla und Alphabet (Alphabet A (ex Google)) aufwarten kann; von IBM gibt es zudem detaillierte Geschäftszahlen.

Derweil hielt der weiter anziehende Ölpreis die Inflationssorgen der Anleger wach. Hintergrund sind die anhaltenden Angriffe der Vereinigten Staaten auf den Iran. In der Nacht auf Mittwoch wurde erstmals seit Beginn der jüngsten Eskalation im Iran-Krieg in der Hauptstadt Teheran wieder die Flugabwehr aktiviert. Gleichwohl hoffen Investoren weiterhin, dass die Tür zu Verhandlungen nicht endgültig zugeschlagen ist.

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An der Dax-Spitze zogen die Aktien von Airbus (Airbus SE) um sechs Prozent an. Der weltgrößte Flugzeugbauer will seinen Gewinn dank der starken Nachfrage nach Passagierjets bis 2029 kräftig nach oben treiben. Zudem hieß es vom Analysehaus Jefferies, dass der angekündigte Aktienrückkauf früher als erwartet komme.

Hinter Airbus stiegen die Anteilsscheine von GEA um 5,6 Prozent. Der Anlagenbauer blickt nach einem überraschend erfolgreichen Quartal optimistischer auf das laufende Geschäftsjahr. Börsianer sahen den Auftragseingang, den Umsatz und das operative Ergebnis im abgelaufenen Quartal über den Erwartungen. Damit legten die Aktien um mehr als fünf Prozent zu.

Die Anteilsscheine des Energietechnikkonzerns Siemens Energy zollten ihrem starken Lauf abermals Tribut und fielen am Dax-Ende um mehr als vier Prozent. Der Quartalsbericht des US-Wettbewerbers GE Vernova mit einem angehobenen Ausblick reichte nicht, um den Schwung zu erhalten.

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Im Nebenwerteindex SDAX machte FRIEDRICH VORWERK von sich reden. Der Pipeline- und Anlagenbauer für Erdgas-, Strom- und Wasserstoffanwendungen ist nun zuversichtlicher und hob dank einer deutlich gestiegenen Profitabilität im ersten Halbjahr seine Gewinnerwartungen für das Gesamtjahr an. Die Anteilscheine schnellten an der Index-Spitze um fast sieben Prozent in die Höhe.

Als größter Aktionär von Friedrich Vorwerk profitierte die Beteiligungsgesellschaft MBB (MBB SE) von den guten Nachrichten des Pipeline- und Anlagenbauers. Diese legte nach einem starken Lauf im zweiten Quartal ebenfalls die Latte für die Profitabilität im Gesamtjahr höher. Die Papiere gewannen gut fünf Prozent.

Unter den besten Werten im MDax stiegen die Papiere der Porsche AG (Porsche vz) um 4,4 Prozent auf 46,68 Euro. Das Bankhaus Metzler hatte die Papiere im Zuge eines Analystenwechsels gleich um zwei Schritte von "Sell" auf "Buy" hochgestuft und das Kursziel von 31 auf 64 Euro mehr als verdoppelt. Der neue Chef Michael Leiters wandle den Sportwagenbauer in ein kleineres, aber besseres Unternehmen um, schrieb der neu zuständige Experte Daniel Schwarz./la

--- Von Lutz Alexander, dpa-AFX ---

Bildquellen: KenDrysdale / Shutterstock.com

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