Aktien Frankfurt: Dax schwächelt - Öl und Anleihemarkt belasten


Aktien Frankfurt: Dax schwächelt - Öl und Anleihemarkt belasten
Werte in diesem Artikel
Indizes

25,231.20 EUR 291.85 EUR 1.17 %

6,238.50 EUR 63.05 EUR 1.02 %

FRANKFURT (dpa-AFX) - Der DAX tut sich nach seinem in der vergangenen Woche erreichten Rekordhoch weiter schwer. Schwache Übersee-Vorgaben, steigende Ölpreise und höhere Anleiherenditen dämpfen am Dienstag die Stimmung der Anleger, während sich die erhoffte Lösung im Nahost-Krieg weiterhin nicht abzeichnet.

Werbung

Gegen Mittag sank der deutsche Leitindex um 0,4 Prozent auf 26.226 Punkte. Damit entfernt er sich nochmals ein Stück von seiner am vergangenen Mittwoch erreichten Bestmarke von knapp 26.574 Punkten.

Der MDAX verlor 0,8 Prozent auf 32.107 Zähler und der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx (EuroStoxx 50) sank um 0,6 Prozent.

"Die Renditen 10- und 30-jähriger Bundesanleihen sind gestern auf neue 15-Jahres-Hochs geklettert", sagte Portfoliomanager Thomas Altmann von QC Partners. Ein ähnliches Bild ergäben die Renditen in Frankreich oder den USA. Er spricht in dieser Situation von einer größer werdenden Anlage-Konkurrenz für die Aktienmärkte. Steigende Marktzinsen verteuerten außerdem die Refinanzierung von Staaten und Unternehmen.

Werbung

Wieder steigende Ölpreise tragen laut Altmann ihr Übriges zur derzeit gedämpften Stimmung bei, da sie die Inflationssorgen befeuerten. Der Preis für die Nordseesorte Brent stieg erneut deutlich über 90 US-Dollar je Barrel. Die Aussicht auf eine baldige Lösung im Krieg zwischen den USA und dem Iran haben sich weiter eingetrübt. Die Mitte Juni in einem Rahmenabkommen vereinbarte Frist ist mittlerweile ohne diplomatische Fortschritte abgelaufen.

Unternehmensseitig ist es weiterhin ruhig, nachdem die Berichtssaison so gut wie beendet ist. Die zuletzt im Rahmen einer Erholung gut gelaufenen KI- und Chipwerte litten nun unter Gewinnmitnahmen. Unter den deutschen Einzelwerten fielen die Papiere von Siemens Energy um 3,7 Prozent zurück, nachdem sie in den vergangenen Tagen auf dem höchsten Niveau seit Anfang Juli gestanden hatten.

Die Aktien von HUGO BOSS reagierten mit minus 0,4 Prozent kaum darauf, dass die Frasers Group ihren Anteil an dem Modekonzern auf knapp unter 48 Prozent erhöhen konnte. Im Juni hatte der britische Einzelhändler den Boss-Aktionären ein freiwilliges Übernahmeangebot unterbreitet, dessen offizielle Frist am 13. August ausgelaufen ist.

Werbung

Aus dem SDAX gab Einhell (Einhell Germany vz) detaillierte Halbjahreszahlen bekannt, in deren Rahmen der Umsatzausblick auf das Gesamtjahr bestätigt wurde. Der Kurs des Werkzeugherstellers konnte davon mit einem Abschlag von 1,6 Prozent aber nicht profitieren.

Stärker bewegten Umstufungen von Einzelwerten durch Analysten. So hat Analyst David Dymonds von der französischen Investmentbank Exane BNP Paribas dem Spezialchemiekonzern LANXESS jetzt mit "Underperform" ein negatives Votum verpasst. Die Titel büßten daraufhin im MDax etwa fünf Prozent ein.

Es gab aber auch bewegende, positive Analystenstimmen: Der Sixt (Sixt SE St)-Kurs stieg um 3,5 Prozent nach einer Hochstufung durch die Privatbank Berenberg. Angesichts der schwachen Konsumstimmung spreche zwar das Bauchgefühl gegen die Kaufempfehlung, die Aussichten sprächen aber für die Münchner, schrieb sie und erwartet unter anderem ein starkes Sommer-Reisegeschäft in Europa.

Schott Pharma (SCHOTT Pharma) wurde von einer positiven Erwähnung der Barclays Bank um 3,2 Prozent hoch getrieben. Nach drei Jahren sinkender Gewinnprognosen erwartet Jonathon Unwin nun eine Trendwende bei dem Pharma-Verpackungsspezialisten. Als Impulsgeber sieht er neu verhandelte Verträge und das Wachstum im Bereich "Ready-to-use"-Primärverpackungen sowie Spezialfläschchen für instabile Medikamente./tih/mis

Bildquellen: Maksim Kabakou / Shutterstock.com

Information


Die Handels- und Depotfunktionen in diesem Broker Cockpit werden für Finanzinstrumente von der Finanzen.net Zero GmbH als vertraglich gebundener Vermittler der DonauCapital Wertpapier GmbH (§ 3 Abs. 2 WpIG) bereitgestellt; bei Kryptowerten werden die Handels- und Depotfunktionen in diesem Broker Cockpit ausschließlich von der DonauCapital Wertpapier GmbH bereitgestellt. Die Finanzen.net GmbH stellt ausschließlich den technischen Rahmen bereit und ist in die Wertpapier- und Kryptodienstleistung nicht einbezogen.