Aktien Frankfurt: Dax schwächelt zum Start ins zweite Halbjahr


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FRANKFURT (dpa-AFX) - Der deutsche Aktienmarkt ist überwiegend mit Verlusten in die zweite Jahreshälfte gestartet. Zum Handelsauftakt hatte eine technische Störung den Xetra-Handel an der Deutschen Börse allerdings für rund drei Stunden zum Erliegen gebracht. Danach ging es für die Indizes nicht zuletzt wegen der ins Minus gedrehten US-Vorbörsen abwärts.

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Nach seinem verspäteten Start sackte der Dax (DAX 30) mittags um bis zu 1,7 Prozent ab, erholte sich aber wieder. Zuletzt notierte der Leitindex 0,42 Prozent tiefer bei 12 259,57 Punkten. Der MDAX der mittelgroßen Börsenwerte gewann 0,08 Prozent auf 25 860,66 Punkte. Der Eurozone-Leitindex EuroStoxx 50 (EURO STOXX 50) fiel um rund 0,3 Prozent.

Am Dienstag endete für den Dax ein extremes erstes Börsenhalbjahr, das geprägt war von der Corona-Pandemie. Die Bilanz für die ersten sechs Monate des Jahres ist negativ: Das Minus belief sich auf 7,1 Prozent. Im zweiten Quartal allerdings verzeichnete das Börsenbarometer ein sattes Plus von fast 24 Prozent. Im Monat Juni stand ein Plus von gut 6 Prozent auf dem Kurszettel. "Noch nie ist der Dax so rapide gefallen und fast genauso rapide wieder gestiegen", stellte Analyst Jochen Stanzl vom Handelshaus CMC Markets fest.

Derzeit sind die Anleger hin- und hergerissen zwischen der Furcht vor den wirtschaftlichen Folgen einer erneuten Corona-Welle und der Hoffnung auf eine fortgesetzte Erholung der Wirtschaft. Nach dem Börsenschluss hierzulande richten sich die Blicke in die USA. Dort wird das Sitzungsprotokoll der US-Notenbank Fed veröffentlicht, das Investoren auf Hinweise zur künftigen Geldpolitik abklopfen werden.

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Unter den Einzelwerten gehörten die Aktien von Airbus (Airbus SE (ex EADS)) mit minus 2,6 Prozent zu den schwächsten Werten. Der Flugzeugbauer will wegen der Luftfahrt-Krise weltweit 15 000 Stellen streichen - allein 5100 davon in Deutschland. Dies sei notwendig, um die langfristige Zukunft von Airbus zu schützen, sagte Konzernchef Guillaume Faury am Dienstagabend.

Die Papiere von HUGO BOSS büßten 3,4 Prozent ein, obwohl der Modehändler sein Onlinegeschäft deutlich ausbauen will. Dies soll sowohl über den eigenen Onlineshop als auch über das Konzessionsgeschäft mit Partnern erreicht werden. Im zweiten Quartal habe das eigene Onlinegeschäft erneut stark zugelegt, hieß es weiter. Es werde das elfte Quartal in Folge mit deutlich zweistelligem Wachstum sein.

Deutlich turbulenter ging es einmal mehr bei den zum Zockerpapier verkommenen Wirecard-Aktien (Wirecard) zu. Sie notierten am Nachmittag 17 Prozent tiefer. Zumindest für Teile des in einen Bilanzskandal verwickelten Zahlungsabwicklers gibt es Interessenten. Es hätten sich bereits zahlreiche Investoren aus aller Welt gemeldet, sagte der vorläufige Insolvenzverwalter Michael Jaffé.

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Am Dienstag waren die Wirecard-Titel zeitweise bis auf über neun Euro hochgeschnellt und hatten zum Handelsschluss 5,73 Euro gekostet, was einem Plus von rund 76 Prozent entsprach. Am Montag hatten sie sich zeitweise mehr als verdreifacht. Zuvor hatten sie allerdings binnen weniger Handelstage fast 99 Prozent eingebüßt.

Der Euro kostete zuletzt 1,1212 US-Dollar. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs am Vortag auf 1,1198 Dollar festgesetzt.

Am deutschen Anleihemarkt sank der Rentenindex Rex (REX Gesamt Kursindex) um 0,18 Prozent auf 144,97 Punkte. Die Umlaufrendite stieg von minus 0,49 Prozent am Vortag auf minus 0,45 Prozent. Der Bund-Future verlor 0,34 Prozent auf 175,57 Punkte./edh/jha/

--- Von Eduard Holetic, dpa-AFX ---

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