Aktien Frankfurt: Dax schwankt wegen Ölpreisen und Verfalltag


Aktien Frankfurt: Dax schwankt wegen Ölpreisen und Verfalltag
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FRANKFURT (dpa-AFX) - Nach einem positiven Auftakt ist der deutsche Aktienmarkt am Freitag im Handelsverlauf ins Stottern geraten und mehrmals in die Minuszone gerutscht. Zunächst stützten vage Hoffnungen auf ein schnelleres Ende des Iran-Krieges. Dann sorgten jedoch wieder deutlich steigende Ölpreise und später eine schwächere Eröffnung an der Wall Street für erneute Belastung. Die Kursschwankungen brachten Händler auch mit dem sogenannten großen Verfalltag in Verbindung. An diesem Freitag laufen an den Termin- und Derivatebörsen Futures und Optionen auf Aktienindizes aus.

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Der DAX notierte am Nachmittag 0,3 Prozent niedriger bei 22.768 Punkten, nachdem er tags zuvor auf das tiefste Niveau seit April 2025 eingebrochen war. Damit deutet sich für den deutschen Leitindex ein Wochenverlust von knapp drei Prozent an. Seit Beginn des Iran-Krieges Ende Februar beläuft sich das Dax-Minus auf rund zehn Prozent. Der MDAX der mittelgroßen Werte verlor am Freitag 0,5 Prozent auf 28.272 Zähler. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx (EuroStoxx 50) zeigte sich praktisch unverändert.

Unter den Einzelwerten stehen Elmos (Elmos Semiconductor) nach Übernahmespekulationen mit einem Kursplus von 10,6 Prozent im Anlegerfokus. Am Vorabend hatte die Nachrichtenagentur Reuters berichtet, dass Elmos die Investmentbank Morgan Stanley mit der Suche nach einem potenziellen Käufer beauftragt hat. Das Unternehmen führe erste Gespräche mit möglichen Interessenten, darunter weltweit tätige Halbleiterunternehmen. Elmos und Morgan Stanley wollten die Informationen nicht kommentieren. Elmos ist an der Börse rund 2,5 Milliarden Euro wert.

Der Schmierstoffhersteller Fuchs (FUCHS SE VZ) verdiente im vergangenen Jahr in etwa so viel wie im Vorjahr. Analysten hatten allerdings mit einem leichten Ergebnisrückgang gerechnet. Der Umsatz wuchs um ein Prozent. Die Dividende je Vorzugsaktie soll um sechs Cent auf 1,23 Euro steigen. Im laufenden Jahr rechnen die Mannheimer mit einer Besserung. Die Ziele liegen im Großen und Ganzen im Rahmen der Analystenerwartungen. Für die Fuchs-Papiere ging es um 1,7 Prozent nach unten.

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Die Anteilsscheine von Infineon stiegen als Dax-Spitzenreiter um 3,8 Prozent, nachdem die US-Bank JPMorgan die Aktien von "Neutral" auf "Overweight" hochgestuft und das Kursziel von 40 auf 48 Euro angehoben hatte. Der Halbleiterkonzern sei einer der größten Profiteure des immensen Energiebedarfs beim KI-Einsatz, schrieb Analyst Sandeep Deshpande. Zudem geht er davon aus, dass der Tiefpunkt im Geschäft mit der Autobranche erreicht ist und nun eine Stabilisierung folgen kann.

Für die Anteilsscheine von SAP (SAP SE) ging es als Dax-Schlusslicht um 5,3 Prozent abwärts. Seit dem Iran-Krieg verloren sie in drei Wochen mit 10 Prozent etwa so viel wie der Dax. Sie brachten allerdings schon davor eine Hypothek mit, und sind so mit einem Verlust von gut einem Viertel schwächster Dax-Wert im laufenden Jahr. Der europäische Softwaresektor leidet im bisherigen Jahresverlauf enorm unter Verdrängungssorgen durch Künstliche Intelligenz.

Die neuen Geschäftsziele von Bechtle kamen bei den Anlegern nicht gut an. Der Kurs des IT-Dienstleisters sackte zuletzt um 11,5 Prozent ab. "Der Ausblick ist ernüchternd", sagte ein Börsianer. Eckdaten für 2025 hatte das Unternehmen bereits im Februar vorgelegt. Seither ging es für die Aktien um rund 40 Prozent abwärts.

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Ein erfolgreiches Börsendebüt legten die Titel von Vincorion hin. Mit zuletzt 19 Euro lagen sie knapp 12 Prozent über dem Preis von 17 Euro, zu dem sich der Investor Star Capital von Teilen des Rüstungszulieferers getrennt hatte./edh/jha/

--- Von Eduard Holetic, dpa-AFX ---

Bildquellen: KenDrysdale / Shutterstock.com

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