Heute im Fokus

Ölpreise ziehen an: Dow startet schwächer -- DAX fester -- Trump lehnt Iran-Angebot ab -- OpenAI, NVIDIA, Deutsche Telekom, Rheinmetall, Vonovia, SAP, Bitcoin, Goldpreis, AMD, Intel im Fokus

aktualisiert 28.09.26 15:55 Uhr

Redcare erhöht Umsatzprognose. BioNTech schließt drei Werke. Meta-Aktie: Gericht weist Einwände im Cambridge-Analytica-Fall ab. Cathie Wood kauft weiter Solana. Neuer Rückruf zwingt VW-Fahrer zu zwei Werkstatt-Besuchen. Apple soll Milliarden-Dollar-Betrag zahlen. Mercedes-Werk Sindelfingen musste Produktion herunterfahren.

Marktentwicklung


Der deutsche Aktienmarkt trotzt am Montag den wieder deutlich gestiegenen Ölpreisen.

Zwar eröffnete der DAX die Sitzung trotz höherer Ölpreise und schwacher US-Vorgaben 0,14 Prozent höher bei 25.443,98 Punkten, fiel dann vorübergehend ins Minus und liegt inzwischen wieder in der Gewinnzone.
Der TecDAX startete mit minus 0,14 Prozent bei 3.970,06 Punkten derweil vorsichtiger in die neue Handelswoche. Er dreht im weiteren Verlauf moderat ins Plus.

Geopolitisch gibt es wenig Neues und so warten die Anleger ab, da US-Präsident Donald Trump in dieser Woche weitere Gespräche mit dem Iran erwartet.

Die Ölrisiken blieben der wichtigste Unsicherheitsfaktor und hielten die Kauflaune an den Aktienmärkten in Grenzen, hieß es von "Index Radar". Mit aktuell über 107 US-Dollar je Barrel notiere der Brent-Ölpreis "wieder in Schlagdistanz zu den jüngsten Hochs". Dennoch bleiben die Experten des Finanz- und Börsenanalyse-Portals gelassen: Auch wenn der Monat September mit aktuell etwas mehr als drei Prozent Verlust schwach gewesen sei für den DAX, gebe es keinen Grund zur Sorge.

Laut dem US-Nachrichtenportal "Axios", das sich auf zwei verschiedene Quellen beruft, wird bereits zu Wochenbeginn mit einer weiteren Runde indirekter Gespräche zwischen den USA und dem Iran gerechnet. Die Stimmung bleibt aber angesichts der verhärteten Fronten zwischen den beiden Kriegsparteien anfällig für schlechte Nachrichten aus Nahost. Die Ölpreise legten wieder zu, nachdem Trump einen iranischen Vorschlag zur Wiedereröffnung der für Erdöl-Lieferungen wichtigen Straße von Hormus als nicht annehmbar bezeichnet hatte.

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Anleger greifen zum Wochenstart an den europäischen Börsen zu.

Der EURO STOXX 50 zeigte sich zum Handelsstart bei 6.311,77 Zählern (+0,14%) kaum verändert und tendiert anschließend aufwärts.

US-Präsident Trump hat einen iranischen Vorschlag für die Öffnung der Straße von Hormus abgelehnt, zugleich aber neue Verhandlungen in Aussicht gestellt.

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An der Wall Street übernehmen im Montagshandel die Bären das Ruder.

So eröffnete der Dow Jones 0,35 Prozent schwächer bei 51.648,48 Punkten und bleibt auch im Anschluss auf rotem Terrain.
Auch der technologielastige NASDAQ Composite gibt zeitweise ab, nachdem er bereits zum Start um 0,49 Prozent auf 26.935,76 Zähler gefallen war.

Im Iran-Krieg stehen die Zeichen weiter auf Konfrontation. So hat US-Präsident Donald Trump den Vorschlag des Irans für einen siebentägigen Waffenstillstand abgelehnt. Er habe Beratern erklärt, dass er nach den Zwischenwahlen im November mit einer Wiederaufnahme der Bombardierungen des Irans rechne, sagten US-Beamte. Mit Teherans Vorschlag wären im Gegenzug für die Aufhebung der US-Blockade iranischer Häfen die Straße von Hormus wieder geöffnet und die Atomgespräche wieder aufgenommen worden.

Die Ölpreise steigen erneut, kommen aber im Verlauf von den Tageshochs deutlich zurück. Der Grund hierfür könnte sein, dass wieder signifikante Ölmengen durch die zuletzt beschädigte East-West-Pipeline fließen. Laut Angaben von Bloomberg sollen wieder rund 3,5 Millionen Barrel durch die Pipeline fließen, also etwas die Hälfte der Gesamtkapazität.

Der Anstieg des Ölpreises nährt Inflationssorgen, was die Renditen am Anleihemarkt wegen der damit verbundenen Spekulationen um weitere Zinserhöhungen nach oben klettern lässt.

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An den Börsen in Fernost ging es am Montag überwiegend abwärts.

So bewegte sich der japanische Nikkei 225 letztlich im Minus bei 65.877,62 Punkten (-0,73%).

Auf dem chinesischen Festland ging es für den Shanghai Composite um kräftige 1,67 Prozent nach unten auf 3.823,62 Zähler.

In Hongkong war wiederum ein Plus zu sehen: Der Hang Seng legte um 0,54 Prozent auf 24.642,51 Einheiten zu.

Belastet wurden vor allem Halbleiterwerte und andere Titel, die von der KI-Euphorie profitiert hatten. Auslöser waren erneute Befürchtungen, die Entwicklung Künstlicher Intelligenz könne außer Kontrolle geraten: Berichten zufolge sollen KI-Agenten von OpenAI eigenmächtig zu ungewöhnlichen Methoden gegriffen haben, um sich Zugang zu Daten zu verschaffen. Der ChatGPT-Anbieter hat das Training seiner jüngsten Modelle daraufhin vorerst ausgesetzt. Damit rückte auch die Frage wieder in den Vordergrund, ob sich die milliardenschweren KI-Investitionen vieler Konzerne als nachhaltig und rentabel erweisen. Zusätzlich lastete der kräftig anziehende Ölpreis auf der Stimmung, da eine Wiederöffnung der Straße von Hormus weiterhin nicht in Sicht ist.

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