DAX fällt -- US-Börsen tiefer -- Meta mit neuem KI-Gerät -- Infineon, Siemens Energy, Novo, Gold, Palantir, Vonovia, Ölpreis, NVIDIA, IonQ, Micron, Microsoft, BioNTech im Fokus
US-Regierung verkündet verlängerte Zollpause zu Trumps Treffen mit Xi. Rüstungswerte geraten unter Verkaufsdruck. Cathie Wood baut Kryptoinvestment aus. Bayer sammelt frisches Geld über Hybridanleihen ein. EU-Automarkt wächst: Chinesische Marken gewinnen. easyJet: Neue Direktverbindung Hamburg-Edinburgh. Delivery Hero: Führungsposition bleibt unverändert.
Marktentwicklung
Der deutsche Aktienmarkt bewegt sich am Donnerstag unterhalb der Nulllinie.
Der DAX ging 0,58 Prozent tiefer bei 25.263,11 Punkten in den Handel und bewegt sich auch anschließend im Minus - wenngleich er einen Teil seiner Verluste ausgleichen konnte und sich zeitweise sogar seinem Vortagesschluss näherte.
Der TecDAX startete 0,49 Prozent leichter bei 3.992,07 Zählern und gibt auch weiterhin ab.
Angesichts insgesamt schwächerer internationaler Rahmenbedingungen gibt der DAX am Donnerstag weiter ab. Dank guter Nachrichten zur deutschen Konjunktur konnte er seine Verluste aber eingrenzen.
Zwischenzeitlich hat der Leitindex jedoch die 100-Tage-Durchschnittslinie unterschritten, die aktuell bei 25.319 Punkten liegt. Bereits in der vergangenen Woche war der Index vorübergehend unter diese Marke gefallen, konnte sich danach jedoch wieder fangen. Belastend und verunsichernd wirkt für Marktteilnehmer nach wie vor die Dynamik am Ölmarkt, welche aktuell die Inflations- und Zinserwartungen stark beeinflusst und die Renditen am Anleihemarkt wieder spürbar nach oben treibt.
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Europas Börsen zeigen sich am Donnerstag wenig bewegt.
Der EURO STOXX 50 hat die Sitzung 0,35 Prozent leichter bei 6.277,59 Punkten begonnen und tendiert aktuell seitwärts.
"Im Nahen Osten ist eine schnelle diplomatische Lösung weiterhin nicht in Sicht", erklärte Marktexperte Andreas Lipkow laut dpa-AFX und verwies auf gestiegene Anleiherenditen, hohe Ölpreise und Zinsängste als Belastungsfaktoren. "Gleichzeitig sorgen die zuletzt robusten US-Konjunkturdaten für zusätzlichen Druck am Anleihemarkt, weil sie Spekulationen auf weitere Zinserhöhungen der US-Notenbank am Leben halten", fügte er hinzu.
Das Hauptaugenmerk der Investoren richtet sich nun auf das anstehende Spitzentreffen zwischen den Präsidenten Donald Trump und Xi Jinping. Auf der Agenda stehen neben der Lage im Nahen Osten auch bilaterale Handelsfragen sowie die Regulierung von Künstlicher Intelligenz. Im Vorfeld gab US-Finanzminister Scott Bessent bereits bekannt, dass die USA und China die gegenseitige Zollpause bis Mitte Januar verlängern.
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Die US-Börsen geben am Donnerstag weiter nach.
Der Dow Jones verlor zu Beginn 0,19 Prozent auf 51.415,75 Punkte und verbleibt im Verlauf auf rotem Terrain.
Der technologielastige NASDAQ Composite notierte zum Börsenstart 0,75 Prozent leichter bei 26.734,51 Stellen und kann sich auch im Anschluss nicht behaupten.
Die US-Börsen knüpfen am Donnerstag an die Verluste des Vortages an. Besonders der NASDAQ steht weiter unter Druck. Der technologielastige Index hatte am Dienstag noch ein Rekordhoch erreicht.
Die Aktienmärkte werden dabei von den erneut gestiegenen Ölpreisen belastet, die zugleich eine weitere Verkaufswelle am Anleihemarkt auslösten. Die Renditen 30-jähriger US-Staatsanleihen stiegen dadurch auf den höchsten Stand seit 2004. Laut Simon Wiersma von der ING Bank entwickelt sich dies jetzt wieder zu einem "spürbaren Gegenwind für Aktien".
Zudem rückt die Sorge vor einer steigenden Inflation wieder stärker in den Fokus. Die Warnung eines iranischen Vertreters vor einer weiteren Eskalation der geopolitischen Lage im Nahen Osten und einer möglichen Ausweitung auf weitere Regionen hatte die Ölpreise zuletzt erneut nach oben getrieben. Darüber hinaus zieht die US-Regierung einen Exportstopp für Diesel in Betracht.
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An den Börsen in Fernost war am Donnerstag keine einheitliche Tendenz auszumachen.
In Tokio legte der Nikkei 225 nach seiner Feiertagspause um 0,76 Prozent auf 65.513,99 Punkte zu.
Auf dem chinesischen Festland ging es für den Shanghai Composite um 1,22 Prozent auf 3.888,37 Zähler nach unten.
In Hongkong verlor der Hang Seng daneben 0,29 Prozent auf 24.761,13 Punkte.
An den ostasiatischen Aktienmärkten zeichneten sich am Donnerstag überwiegend moderate Kursverluste ab. Damit orientieren sich die Indizes an den negativen Vorgaben der Wall Street, wo unerwartet starke US-Wirtschaftsdaten die Spekulationen auf eine weitere Zinsanhebung im Oktober deutlich anheizten. In der Folge stiegen die Anleiherenditen kräftig an; die Rendite zehnjähriger US-Staatsanleihen kletterte mit 5,11 Prozent auf den höchsten Stand seit dem Jahr 2007. Am Geldmarkt wird die Wahrscheinlichkeit für einen Zinsschritt im Oktober mittlerweile mit 70 Prozent eingepreist, nachdem sie zuvor bei rund 55 Prozent gelegen hatte.
Zusätzlicher Druck ging von den Ölpreisen aus, die wieder spürbar oberhalb ihrer jüngsten Tiefs im Bereich von 98 US-Dollar notieren, wenngleich sich der Preis für Brent-Öl im asiatischen Handelsverlauf zuletzt leicht auf etwas mehr als 102 US-Dollar verbilligte.